Heizung

Reduzierung des CO2-Ausstoßes bis zu 80 Prozent

jens Kater, Geschäftsführer von Giersch, erklärte den Gästen die neue Technik.

jens Kater, Geschäftsführer von Giersch, erklärte den Gästen die neue Technik.

Foto: Carmen Ahlers

Deilinghofen.  Die Firma Giersch hat sich vor mehr als zehn Jahren der regenerativen Energie verschrieben und ein neues Wärmepumpen-System entwickelt.

Jens Kater, Geschäftsführer des Unternehmens Giersch, ist doppelt stolz. Zum einen präsentierte das mittelständische Unternehmen, das schon lange zu einem der weltweit führenden Hersteller von Öl-, Gas- und Kombibrennern, gehört, eine Innovation, denn der Spezialist für hochwertige und emissionsarme Heizungstechnik hat sich bereits vor mehr als zehn Jahren der regenerativen Energie verschrieben und beweist nun mit dem neuesten Patent „Duo-Hybrid“, dass ein hoher Grad an CO2-Einsparung durchaus wirtschaftlich darstellbar ist.

Im Unternehmen war am Donnerstag alles auf den Beinen, um vielen Gästen die neue Technologie vorzustellen. Mit dabei war auch eine kleine Hemeraner Delegation angeführt von Bürgermeister Michael Heilmann und dem Ersten Beigeordneten Christian Schweizer, die sich von Jens Kater zeigen ließen, wie bedeutend das neue Wärmepumpen-System ist. Das neue System bedient sich als Quelle einer auf dem Dach des Gebäudes befindenden Hybrid PV-Anlage. Dieses Modul liefert den Strom und gleichzeitig die thermische Energie für die Wärmepumpe durch einen hinter das Modul montierten Wärmetauscher. Da dieses Konzept als Backup über eine hocheffiziente Brennwertheizung verfügt, ist jederzeit für Wärme und eine hygienische Trinkwasserbereitung gesorgt. Nur an maximal 20 Tagen im Jahr muss die Brennwert-Gasheizung zur Spitzenlastabdeckung herangezogen werden. Ansonsten arbeitet die Wärmepumpenanlage.

Ein eigenes Produktfür den Klimaschutz

Für Jens Kater war es enorm wichtig, sich mit eigenen Produkten für den Klimaschutz stark zu machen. Er zeigte sich gestern sehr stolz auf sein Team im Unternehmen, dass voll mitgezogen hat. „Der Altersdurchschnitt in der Firma ist 53 Jahre, viele sind schon über 22 Jahre hier im haus beschäftigt. Ich dachte zunächst, da ist nicht mehr viel mit Innovation“, erzählte der Geschäftsführer, der schell eines Besseren belehrt wurde.

Denn alle zogen an einem Strang und gaben mächtig Gas. „Ich habe einen kleinen Stein ins Rollen gebracht, der zu einem Erdrutsch mutiert ist“, zeigte sich Kater begeistert von der Motivation seiner Mitarbeiter. Man habe zudem ein Netzwerk gebildet und gemeinsam ein Produkt geschaffen, das so in Deutschland seinesgleichen suche, so der Geschäftsführer. 70 Prozent der gesamten Energie, die in privaten Haushalten verbraucht wird, geht für die Beheizung von Räumen drauf. Laut Giersch sind die Heizungsanlagen in deutschen Kellern durchschnittlich 22,5 Jahre alt. Von 20 Millionen Wohngebäuden seien maximal 30 Prozent saniert.

Damit bleibe ein Sanierungsstau von 13 Millionen Gebäuden. Laut Giersch sei eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes von 80 Prozent bei der Modernisierung von Bestandsgebäuden möglich.

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