Gastronomie

Rettungsplan ist nicht aufgegangen

Das Zwanzigzehn muss schließen

Foto: Ralf Engel

Das Zwanzigzehn muss schließen Foto: Ralf Engel

Hemer.   Der Insolvenzverwalter schließt das Restaurant „Zwanzigzehn“ am Sauerlandpark ab dem kommenden Samstag. Auch die Park-Gastronomie „Flora“ ist betroffen.

Das Restaurant „Zwanzigzehn“ am Sauerlandpark schließt ab dem kommenden Samstag zumindest vorübergehend seine Pforten. Das hat die Sauerlandpark GmbH am gestrigen Mittwoch mitgeteilt. In der Pressemitteilung beruft sich die GmbH auf den Hagener Rechtsanwalt Thorsten Klepper, der als Insolvenzverwalter der BenZo Gastro GmbH seit dem Sommer das Sagen im Restaurant hatte. Im Juni dieses Jahres hatte die BenZo GmbH als Pächterin des Restaurants bereits wegen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit die Insolvenz beantragen müssen.

Weil aber sowohl die Geschäfte im „Zwanzigzehn“ als auch im „Flora“, der erst in diesem Jahr mit großem Aufwand umgebauten Gastronomie im Park, gut liefen und auch der Insolvenzverwalter gute Erfolgsaussichten sah, war die Zusammenarbeit zwischen dem Park und der BenZo GmbH zunächst fortgesetzt worden. Nun aber haben der Insolvenzverwalter und die BenZo-Geschäftsführerin Anita Heuer offenbar gemeinsam die Reißleine gezogen und beenden bis zum 31. Oktober alle Geschäftsaktivitäten im Restaurant und in der Park-Gastronomie.

Die Schließung des „Flora“ ist dabei im Grunde kein Problem, denn mit Ende des Herbst-Lichtgartens am kommenden Sonntag wäre es ohnehin in die obligatorische Winterpause gegangen, heißt es in der Pressemitteilung der Sauerlandpark GmbH, die allerdings die Aufgabe des Restaurants „im Hinblick auf das stets attraktive Weihnachtsgeschäft“ bedauert.

Suche nach neuem Pächter hat bereits begonnen

„Wir akzeptieren die Entscheidung des Insolvenzverwalters unserer Pächterin und danken der Inhaberfamilie und allen Mitarbeitern sehr für ihr Engagement. Jetzt ist es allerdings an der Zeit, neue Wege einzuschlagen“, wird der Park-Geschäftsführer Heinz Kißmer in der Pressemitteilung zitiert. Offenbar hat der Park bereits damit begonnen, erste Gespräche mit möglichen Interessenten für eine Übernahme des „Zwanzigzehn“ zu führen.

Bereits gebuchte Veranstaltungen im „Zwanzigzehn“ oder im Alten Casino sind von der Schließung nicht betroffen. Sie wurden ohnehin von der Gastronomie-Abteilung des Parks selbst geplant und werden von deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umgesetzt. Laut Kißmer habe der Park zwar in der Vergangenheit intensiv mit der Küche des Zwanzigzehn zusammengearbeitet, aber auch immer wieder auf externe Lieferanten von fertigen Speisen zurückgegriffen. Diese werden laut Heinz Kißmer nun verstärkt zum Zuge kommen.

Das „Flora“ soll spätestens am 15. März kommenden Jahres den Parkbesuchern wieder zur Verfügung stehen, ebenso ab dem Frühjahr an Wochenenden der „Kiosk im Park der Sinne“. Heinz Kißmer: „Wir hoffen, bis dahin einen neuen Gastronomen gefunden zu haben, der auch alle Elemente des Parkgeschäfts, also Restaurant, Selbstbedienungs-Imbiss und das Open-Air-Geschäft vereinen kann, aber keineswegs muss.“

Weder Anita Heuer noch der Insolvenzverwalter Thorsten Klepper waren gestern für eine persönlich Stellungnahme erreichbar.

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