Umwelt

Riesenbärenklau breitet sich an Bachläufen weiter aus

SIH-Mitarbeiter bekämpfen den Riesenbärenklau in der Nähe des Ortsschildes Ihmerterbach. 

SIH-Mitarbeiter bekämpfen den Riesenbärenklau in der Nähe des Ortsschildes Ihmerterbach. 

Foto: Hendrik Schulze Zumhülsen

Hemer.  Einen entschlosseneren Kampf gegen die Ausbreitung des Riesenbärenklaus fordert die FDP von der Verwaltung.

Einen entschlosseneren Kampf gegen die Ausbreitung des Riesenbärenklaus hat die FDP von der Verwaltung gefordert, doch eine konzertierte Bürgeraktion ähnlich des Frühjahrsputzes „sauberes Hemer“ soll es nicht geben. „Einer ist machtlos, aber in einer gemeinsamen Aktion kann man erfolgreich sein“, regte Andrea Lipproß im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr ein gemeinsames Vorgehen von Stadt, SIH, Vereinen, Naturschutzverbänden und Anwohnern an.

Über Bäche Ausbreitungbis in die Innenstadt

Andrea Lipproß beobachtet die weiterhin unbegrenzte Ausbreitung der Herkulesstaude unter anderem im Stephanopeler Tal. Bei nicht rechtzeitiger und konsequenter Bekämpfung würden die Blütensamen über den Bach weiter ausgebreitet. „Wenn wir die oberen Bachläufe nicht in den Griff bekommen, haben wir eine Ausbreitung bis in die Innenstadt“, sagte die Liberale.

Die Stadtverwaltung verwies auf die bereits laufenden Gegenmaßnahmen in enger Zusammenarbeit mit den Stadtbetrieben. „Entsprechend der personellen und finanziellen Kapazitäten beschränken sich die Maßnahmen jedoch nach wie vor in erster Linie auf Wuchsorte an Schulen, Kindergärten oder Spielplätzen sowie auf Orte an denen durch die Zugänglichkeit über öffentliche Verkehrswege eine Gefährdung von Bürgern nicht ausgeschlossen werden kann. Soweit möglich werden vorrangig auch Wuchsorte mit hohem Ausbreitungspotenzial an Fließgewässern beseitigt“, so die Verwaltung. Rund 2000 Euro kostet die Bekämpfung jährlich.

Verantwortlich für die Bekämpfung des Bärenklaus seien die jeweiligen Grundstückseigentümer. Um Eigentümer entlang von Bachläufen weiter für das Thema zu sensibilisieren werde derzeit geprüft, ob eine Informationsveranstaltung zur Bekämpfung des Riesenbärenklaus auf Privatgrundstücken durchgeführt werden kann. Zudem sollen die für die Fließgewässer zuständigen Wasserverbände kontaktiert werden, um für Maßnahmen zur Bekämpfung zu werben. Eine Kartierung der Wuchsorte soll erstellt werden.

Gesundheitliche Gefahrbei der Beseitigung

Eine Bürgeraktion sahen Verwaltung und Ausschussmitglieder kritisch, zumal vom Riesenbärenklau eine gesundheitliche Gefahr ausgeht und eine fachmännische Beseitigung erforderlich ist. „Wir sind seit zehn Jahren dabei, den Bärenklau zu bekämpfen. Das Thema hat sich eigentlich erledigt“, verwies Werner Thienelt (SPD) auf die Stadtbetriebe. Auch Knut Kumpmann (UWG) lehnte eine Bürgeraktion ab und verwies auf eine Arbeit für Fachleute.

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