Tauchsport

Schwerelos und frei wie ein Fisch im Wasser

Schnuppertauchen im Hallenbad 

Schnuppertauchen im Hallenbad 

Foto: Carmen Ahlers

Hemer.   Schnuppertauchen im Hallenbad: Der Schwimmverein Hemer mit seiner Tauchabteilung machte es möglich.

„Es war einfach cool. Man fühlt sich so schwerelos“, sagt die 11-jährige Marlene, die extra aus Fröndenberg zum Schnuppertauchen in das Hademarebad gekommen ist. Das Mädchen strahlt über das ganze Gesicht und ihre Augen funkeln. Zum ersten Mal ist sie getaucht. Darauf gekommen, den besonderen Sport mal auszuprobieren ist sie durch ihren Opa, der früher auch getaucht hat. Die Tauchfreunde Menden haben sich dem Schwimmverein Hemer angeschlossen, und zweimal im Jahr sollen Interessierte die Möglichkeit haben, unter Anleitung mal abzutauchen. Über 60 Mitglieder hat die Tauchabteilung aktuell.

Gesundheitscheck und richtige Einweisung

Mit Georg Schürkötter und Benedikt Lampert sind am vergangenen Samstag zwei Tauchlehrer vor Ort, die nicht nur auf ihre Schützlinge Acht gaben, sondern sie auch mit allem vertraut machen: Wie läuft das mit der Ausrüstung, was darf ich auf keinen Fall machen und was sind das für Zeichen, mit denen sich die Taucher unter Wasser verständigen, weil sie ja nicht sprechen können. Viele Fragen werden gestellt und beantwortet, bevor es dann tatsächlich unter Wasser geht. Auch ein kleiner Gesundheitsfragebogen muss vorher ausgefüllt werden. 15 Gäste haben die Taucher des Schwimmvereins am Samstag, und auch Beate Zajac (39) ist dabei. Sie ist sehr begeistert und würde das gerne wiederholen. „Es ist einfach überwältigend. Nicht nur, dass man sich schwerelos fühlt, man kann von unten auch die Wasseroberfläche beobachten und fühlt sich wie ein Fisch im Wasser“, sagt sie.

Zeichensprache unter Wasser

Schnell hat Beate Zajac raus, wie es funktioniert und weiß, was die Zeichensprache bedeutet. So heißt „Daumen hoch“ nicht, dass man etwas gut gemacht hat, sondern dass aufgetaucht wird. Und mit „Daumen runter“ geht es halt nach unten. Es ist alles okay, wenn man mit Daumen und Zeigefinger einen Kreis bildet, und wedelnd-wischende Bewegungen bedeuten, dass es irgendein Problem gibt.

Mit der 12 kg schweren Sauerstoff-Flasche auf dem Rücken geht es unter Wasser. Im Sprungbecken sind verschiedene Stationen aufgebaut. Unter anderem kann man Wasser-Jenga spielen und durch Ringe tauchen. „Tauchen bedeutet nicht, dass man unbeweglich über den Boden krabbelt, sondern dass man sich frei im Wasser bewegen kann“, so Georg Schürkötter, der das Schnuppertauchen mit seiner Tauchschule unterstützt hat.

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