Betrug

Sechsstelliger Betrag verschwindet im World Wide Web

Ein Betrüger aus dem Internet hat sich einen sechsstelligen Betrag von einer Firma aus Hemer ergaunert.

Ein Betrüger aus dem Internet hat sich einen sechsstelligen Betrag von einer Firma aus Hemer ergaunert.

Foto: Ole Spata / dpa-tmn

Hemer.  Mit einer Phishing-Mail haben Betrüger eine Hemeraner Firma um Geldbeträge erleichtert. Diese sollten eigentlich an einen Firmenkunden gehen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Mit einer Phishing-Mail haben Betrüger einen unteren sechsstelligen Betrag von einer Firma in Hemer ergaunert. Laut Angaben der Polizei richtete sich die Mail bereits vor wenigen Wochen persönlich an den Chef des Unternehmens. Dabei gaben sich die Betrüger als Firmenkunden aus und kündigten eine Konto-Änderung an. Das Schreiben war wohl so glaubwürdig, dass der Chef die Mail nicht anzweifelte. Was der Hemeraner nicht bemerkte: In der Absenderadresse stand ein „c“ zu viel. Die Mail kam gar nicht von dem Geschäftspartner. Auch ein paar elektronische Briefe später hatte niemand Verdacht geschöpft. Stattdessen überwiesen die Hemeraner zwei hohe Geldbeträge ins Ausland. Erst danach bemerkte jemand das überzählige „c“ in der Absenderadresse. Und der echte Zahlungsempfänger monierte die ausstehenden Zahlungen.

Phishingmails gibt es laut Polizei in unzähligen Varianten. Einige richten sich an Unternehmen. Mal lässt sich ein falscher Chef Geld überweisen. Mal meldet sich ein angeblicher Geschäftspartner. Unternehmen sollten auf jeden Fall Prüfabläufe festlegen, um solche Betrügereien zu vermeiden. Die Polizei empfiehlt, Absender- oder Internet-Adresse auf Übereinstimmung mit der bis dato verwendeten Adresse zu überprüfen. Auch Links in Mails sollte man nicht anklicken. Sensible Daten per Mail bieten laut Polizei immer eine gewisse Gefahr. Bei angeblichen Kontoänderungen sei eine Nachfrage per Telefon unter der bekannten Nummer angebracht. Ein aktuelles Anti-Virenprogramm sei ebenso wichtig.

„Wenn das Geld aus dem Kreislauf der eigenen Bank raus ist, lässt es sich in der Regel nicht zurückführen“, erklärt Christof Hüls, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis. Das Geld dürfte also vermutlich für die Firma verloren sein. Hüls rät auch Firmenmitarbeitern, mit ihren Daten auf sozialen Netzwerken sparsamer umzugehen. In der Regel machen sich Phishing-Betrüger mehr Mühe als noch vor Jahren. Statt Gebrochenem Deutsch oder Englisch finden sich in den Mails ausformulierte Sätze. „Die Gauner suchen sich gezielt Firmen heraus und recherchieren“, sagt Hüls. Wenn also jemand auf Facebook angibt, dass er Geschäftsführer einer Firma ist, hätten die Betrüger eine Möglichkeit, das zu beobachten. „Es gibt auch den CEO-Trick. Da erreicht die Firma eine Mail vom Chef, der sich gerade im Urlaub befindet und verlangt auf glaubwürdige Weise die Überweisung eines Betrags“, erklärt der Pressesprecher. Ein Urlaubsfoto aus den Sozialen Netzwerken könne so leicht zu Betrügereien führen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben