Musikschule

Signal: Mit der Musikschule geht es weiter!

Hemer.   Die Suche nach einem Nachfolger für Martin Niedzwiecki als Musikschulleiter läuft. Er oder sie kann ein geordnetes Haus übernehmen

Es ist längst kein Geheimnis mehr: Martin Niedzwiecki, seit 1976 Leiter der städtischen Musikschule, tritt Mitte des Jahres in den Ruhestand. Die Suche nach einem Nachfolger läuft. Ganz gleich aber, wer das sein wird – er oder sie kann ein geordnetes Haus übernehmen. In der vergangenen Woche hat der Kulturausschuss einstimmig eine unter der Federführung von Martin Niedzwiecki erarbeitet neue Organisationsstruktur verabschiedet, mit der die Musikschule mittelfristig zukunftsfest sein soll.

Aktuell 782 Schülerinnen und Schüler an der Musikschule

In der Ära Niedzwiecki hatte die Musikschule eigentlich stets floriert, bis in den vergangenen Jahren der Weggang von altgedienten und populären Lehrkräften für einen Einbruch bei den Schülerzahlen sorgte. Die Talsohle ist dabei inzwischen zwar längst durchschritten und es geht wieder deutlich aufwärts. Zurzeit nehmen 782 Schülerinnen und Schüler Unterricht an der Musikschule, davon sind 104 älter als 18 Jahre, 34 sogar über 16 Jahre. Auch die Einnahmenseite durch Gebühren hat sich erfreulich entwickelt, wie Heinz Kißmer, Fachbereisleiter der Kulturellen Einrichtung dem Ausschuss bestätigte, ohne konkrete Zahlen zu nennen.

Kern der neuen Organisationsstruktur ist die Bildung von fünf Fachbereichen an der Musikschule:
Elementare Musikausbildung
Streichinstrumente
Holz- und Blechbläser
Tasteninstrumente
Zupfinstrumente

Dem ersten diese Fachbereiche obliegt insbesondere auch die Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen. Dem Bereich Tasteninstrumente ist auch der Gesang zugeordnet und den Zupfinstrumenten der Bereich Schlagzeug und die Betreuung von Bands. Jeder der Fachbereiche wird durch eine hauptamtliche Lehrkraft geleitet, der ein Fachkollegium aus hauptamtlichen, nebenamtlichen und Honorarkräfte zur Seite steht.

Besonderer Bedeutung kommt einem festen Stamm an hauptamtlichen Lehrerinnen und Lehrern zu, der Kontinuität garantieren soll. Für die musikalische und pädagogische Qualität ist zudem die Besetzung der Fachbereichsleitungen von entscheidender Bedeutung, heißt es in den Handlungsempfehlungen des neuen Gesamtkonzeptes. Derzeit sind dies Eva Freitag (Elementare Musikausbildung), Sylke Enders (Streichinstrumente), Birgit Maiworm (Bläser), Ralph Schulte (Tasteninstrumente) und Felix Krampen (Zupfinstrumente).

Martin Niedzwiecki betonte bei der Vorstellung der neuen Organisationsstruktur, dass es sich dabei um ein „Minimalkonzept“ handele, mit dem der Bestand der Musikschule gesichert werde. Es sei aber auch als ein Signal an die Öffentlichkeit zu verstehen, dass es mit der städtischen Musikschule weitergehe. Wie bestellt kamen denn auch aus Reihen der CDU und der UWG besorgte Nachfragen, ob denn auch keine Stellenmehrung mit dem neuen Konzept einhergehe. Beides wurde sowohl von Heinz Kißmer als auch Martin Niedzwiecki verneint, ganz offensichtlich aber ohne Begeisterung.

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