Freizeit

Sonniger Start mit wässrigem Ende für „Garten und Ambiente“

Bei der Modenschau am Sonntag waren die Modelle mit Regenschirmen unterwegs. Dästimo-Geschäftsführerin Inge Nolte (li.) versuchte, eine sonnige Stimmung auf den Himmelsspiegel-Steg zu bringen.

Bei der Modenschau am Sonntag waren die Modelle mit Regenschirmen unterwegs. Dästimo-Geschäftsführerin Inge Nolte (li.) versuchte, eine sonnige Stimmung auf den Himmelsspiegel-Steg zu bringen.

Foto: Wolfgang Meutsch

Hemer.   Ein Unwetter sorgte dafür, dass „Garten und Ambiente“ im Sauerlandpark am Samstag abgebrochen werden musste.

Das Wetter hatte sich bis in den späten Samstagvormittag hinein von seiner besten Seite gezeigt. Zahlreiche Gäste besuchten in den Sonnenstunden deswegen auch die Veranstaltung „Garten und Ambiente Lebensart“ im Sauerlandpark. Donnergrollen und starke Regenfälle kündigten dann aber den Wechsel an. Am Ende musste am Samstagabend der Sauerlandpark wegen einer Unwetterwarnung frühzeitig geräumt werden.

Eine einzelne Stunde kann manchmal einen großen Unterschied machen. Um 14 Uhr sprangen am Samstag noch vergnügte Kinder über die Wasserfontänen im Himmelsspiegel, während ihre Eltern an den Tischen am Rand Platz genommen hatten. Um 15 Uhr zeigte sich dann ein ganz anderes Bild: Die Gäste standen gedrängt in Gruppen unter den Sonnenschirmen und Pavillons, um sich vor dem gießenden Regen zu schützen.

Unwetter verhagelt vielen Gästen nicht die Stimmung

Der erste Schwung des Gewitters dauerte zwar nur wenige Minuten an, trotzdem blieb das Klima feucht. Gegen 16 Uhr zogen die Veranstalter dann die Reißleine. Eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes sorgte dafür, dass der Sauerlandpark geräumt werden musste. Thomas Bielawski, künftiger Geschäftsführer des Parks, sagte im Nachgang: „Wir tragen die Verantwortung für die Sicherheit unserer Gäste. Und der Sicherheitsaspekt geht vor.“

Am Sonntag wiederholte sich fast wieder das gleiche Spiel – ein recht sonniger Morgen mit vielen Besuchern und ein feuchter Nachmittag. Inge Nolte, Geschäftsführerin des Sunderner Modegeschäfts Dästimo, verschob die für 14 Uhr geplante Modeschau eine halbe Stunde nach vorne. Als die Modelle auf dem Steg am Himmelsspiegel ihre Kleider präsentierten, verdunkelte sich der Himmel schon. Später liefen die Models mit Regenschirmen den Laufsteg entlang. „Wir wollen noch einmal die Sonne hervorlocken“, sagte Inge Nolte, als auf dem Steg ein signalstarkes orangefarbenes Outfit gezeigt wurde.

Zu einer Räumung kam es aber am Sonntag nicht. Da der Deutsche Wetterdienst erneut die Warnstufe II ausgerufen hatte, wurden am Nachmittag für eine Dreiviertelstunde keine Eintrittskarten mehr verkauft. „Wenn wir die Veranstaltung frühzeitig beendet hätten, hätten wir den Gästen ihre Karten nicht erstatten können“, erklärt Bielawski. Dann wurde der Himmel aber wieder klarer.

Trotz Unwetter zogen viele Gäste eine positive Bilanz über die Garten- und Mode-Austellung. Martina Kissing lobte zum Beispiel das Angebot beim „Garten und Ambiente“. „Hier kann man Kräuter und Pflanzen einkaufen, die man sonst nirgendwo bekommt“, sagte sie. Inge Reimann kam extra aus Lüdenscheid, um sich „Garten und Ambiente“ anzusehen. Sie sagte: „Es gibt hier sehr geschmackvolle Sachen. Es ist eine gute Mischung.“ Das Unwetter hat ihr nicht den Tag verhagelt: „Im Sauerland muss man doch immer einen Regenschirm dabei haben.“

Auch viele Aussteller nahmen es gelassen. Beim Stand des Geschäfts „Glaskönig“ in der Nähe der Rasentreppe musste Chef Peter Theiler selbst seinen Gartenschmuck mit einem Lappen putzen. „In der nächsten Woche läuft es besser“, zeigte er sich optimistisch, „viel wichtiger als mein Geschäft ist doch die grüne Lunge im Sauerland. Die kann nach der Dürre im letzten Sommer so einen Regenschauer gut vertragen.“

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