IKZ-Marktgespräch

Spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen der Türme

Foto: IKZ

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Hemer. Der Turmbau von Hemer bewegt die Bürger und wird zu einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen beider Entwürfe führen. Das wurde beim Marktgespräch des IKZ am Samstag deutlich.

Viele Bürger nutzten die Chance, sich zu informieren, zu diskutieren, zu schimpfen und zu loben. Beide Türme haben auf jeden Fall ihre Fürsprecher. Schon zum Auftakt um 10 Uhr war bei strahlendem Sonnenschein die Resonanz am IKZ-Stand groß. Menschentrauben bildeten sich um Bürgermeister Michael Esken, IKZ-Redaktionsleiter Thomas Reunert, die Hemeraner Redakteure Carmen Fürstenau und Ralf Engel sowie IKZ-AV Geschäftsführer Leo Plattes. Sehr engagiert wurden die Vor- und Nachteile der beiden Holztürme diskutiert.

Durch Verzicht auf Beton wieder im Rennen

Nach dem Verzicht auf Beton ist der Schweizer Entwurf der Himmelsleiter zurück im Rennen um die Bürgergunst. Vor allem die Philosophie der zu Ende gebauten Himmsleiter, die Einzigartigkeit und die architektonische Gestaltung aus Holz stießen auf großen Anklang. ,,Hier wurde etwas eigenes entwickelt”, lobte Karl Schönwitz. Henning Edelhoff haben Konzept und Gedanken der Himmelsleiter schon im ersten Entwurf gefallen. Aus Beton sei der Entwurf nicht tragbar gewesen, aus Holz nun aber realisierbar. „Er passt in die Gegend”, so Heinz Dieter Mühl. Für ältere Leute sei der Aufstieg einfacher, betonten Gerda und Manfred Rimpler.

Filigranität überzeugt die Bürger

Weil der Holzturm der Stuttgarter Architekten so schlecht zu beschreiben ist, hat er im Volksmund schon den Namen „Schirmständer” oder „Weizenbierglas” weg. Viele Sympathien hatte aber auch dieser Turm. Vor allem seine Filigranität, die Öffnung zu allen Seiten hin und seine Form wurden gelobt. „Dieser Turm fügt sich gut in die Landschaft ein”, so Helga Chaves aus Iserlohn, die viele Jahre in Hemer gewohnt hat und die Debatte um den Turm aufmerksam verfolgt. Die kleine Ähnlichkeit zum Warsteiner Lörmecketurm war für manche Bürger nicht so schlimm, für andere aber ein Ausschließungsgrund. „Man sollte sich gut überlegen, ob man mit dieser Negativpresse in die Landesgartenschau gehen will”, sagte Marktbeschickerin Eva-Maria Stahlhoff aus Wickede. Ihr gefallen beide Türme nicht und sie fragt: „Fällt den Architekten nichts besseres ein?” Immer wieder angesprochen wurden die anschließende Pflege des Turmes und der Brandschutz.

Kritik am Abstimmungsmodus

Auch Kritik am Abstimmungsmodus wurde laut. So kritisierten Bürger, dass nur nach einer Führung in der Sparkasse abgestimmt werden dürfe. Bei einer Beschränkung der Auswahl auf nur noch zwei Türme, sei die Befragung ohnehin zur Farce geworden, bemängelten andere. „Wir dürfen entscheiden zwischen Süß und Sauer, das ist keine echte Abstimmung mehr. Der Turm ist doch schon gebaut”, kritisierte Rolf Apel.

Bürger entscheiden am 4. und 5. September

Vielen Gesprächspartnern war noch nicht bewusst, dass die Bürger am 4. und 5. September mehrheitlich entscheiden, welcher Holzturm als Wahrzeichen der Landesgartenschau gebaut wird. Wer nicht nur mitreden, sondern wirklich über den künftigen Turm mitbestimmen möchte, muss diese beiden Abstimmungstage nutzen.

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