Flüchtlinge

„Spartanisch, aber sauber und warm“

Integrationskoordinator Daniel Braun informierte Bürger in der Kommunalen Erstaufnahmeeinrichtung Deilinghofen

Foto: Ralf Engel

Integrationskoordinator Daniel Braun informierte Bürger in der Kommunalen Erstaufnahmeeinrichtung Deilinghofen Foto: Ralf Engel

Deilinghofen.   Bevor am Dienstag die ersten Flüchtlinge in die Kommunale Erstaufnahmeeinrichtung Deilinghofen einziehen, informierten sich rund 100 Bürger.

Die ersten Zuweisungen der Bezirksregierung in die neue Kommunale Erstaufnahmeeinrichtung (KEA) der Stadt Hemer sind erfolgt: Am kommenden Dienstag sollen zehn Flüchtlinge in Hemer Quartier beziehen. Es handelt sich um alleinreisende Frauen, eine Familie und einen alleinreisenden Mann. Damit beginnt in der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft der Malteser die Arbeit, auf die sich die Stadt monatelang vorbereitet hat.

Interesse an Unterbringung und Versorgung

Bevor die ersten Flüchtlinge einziehen, konnten sich interessierte Bürger am Dienstag ein Bild von der Einrichtung machen. Zu ihnen gesellten sich auch Politiker und Verwaltungsmitarbeiter aus den Nachbarstädten. Vier Stunden lang gab es offene Türen, wurden rund 100 Hemeraner in Kleingruppen durch die Unterkünfte und Gemeinschaftsräume geführt. Die Bürger interessierte besonders die Art und Weise der Unterbringung und die Versorgung.

Zwei Häuser sind für die Aufnahme der Flüchtlinge bereit, zwei weitere werden derzeit hergerichtet. Damit auch Kinder sie unterscheiden können, zieren ein Schaf bzw. eine Blume die Fronten. „Die Zimmer sind spartanisch eingerichtet, aber sauber und warm“, erläuterte Integrationskoordinator Daniel Braun. Stockbetten, Tisch, Stühle, Kühlschrank und Mülleimer: viel mehr ist nicht vorhanden. Die Sanitäranlagen wurden technisch instandgesetzt, ohne Schönheitskorrekturen. Gekocht wird in Gemeinschaftsküchen, wobei Hausrat und Lebensmittel jeweils im Zimmer verbleiben.

Einige Bürger zeigten sich überrascht, dass sich die Flüchtlinge aus ihren Leistungsbezügen komplett versorgen müssen, also einkleiden, einkaufen und kochen. Das Internet ist der wichtigste Kontakt zur Außenwelt, so wird freies WLan nicht fehlen. An Gemeinschaftsräumen stehen je nach Bedarf der Jugendclub, ein Fernsehraum, ein Kindergarten und ein Raum für Ehrenamtliche zur Verfügung.

Maximal 200 Personen sollen in Deilinghofen untergebracht werden. Es soll eine Unterkunft auf Zeit bleiben, denn nach den individuellen Möglichkeiten sollen die Flüchtlinge in die über 30 bereitstehenden Wohnungen und weitere noch zu findende Quartiere umziehen können.

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