Sauerlandpark

Sportler von der Absage des Treppenlaufs überrascht

Der Abenteuerlauf lockte über 1000 Sportler in den Park.

Der Abenteuerlauf lockte über 1000 Sportler in den Park.

Foto: Ralf Engel / IKZ

Hemer.  Der Sauerlandpark verzichtet wegen des Aufwand und der Kosten auf ein Alleinstellungsmerkmal.

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Der Abschied von einer Erfolgsveranstaltung und ein gravierender Ortswechsel bei einem weiteren Besuchermagneten des Sauerlandparks sorgen für Diskussionen. Bei der Vorstellung des Jahresprogramms für 2020 hatte der Sauerlandpark das Aus für den Treppenlauf und die Verlegung des Oktoberfestes aus dem Festzelt in das Grohe-Forum verkündet (wir berichteten).

Sportler bedauern die Streichung des Treppenlaufs. In diesem Jahr war er zum fünften Mal ausgerichtet, aber erstmals vom Frühjahr in den Herbst verlegt worden. Für den Sauerlandpark und die Stadt Hemer war die Veranstaltung stets als Alleinstellungsmerkmal mit großer Bedeutung für das Stadtmarketing gelobt worden. Der Treppenlauf lockte Feuerwehrteams und Sprinter aus ganz Deutschland an, zum Abenteuerlauf kamen Teams aus der weiten Region. Mit 1368 Meldungen war auch der verregnete Lauf 2019 als Erfolg gefeiert worden. Umso überraschender war für die Sportler jetzt die Absage.

Ebenso ist die Enttäuschung bei der Feuerwehr groß. Im ersten Jahr war der „Firefighter-Run“ mit 20 Teams noch ein Exot und als Wettkampf unter Atemschutz kaum bekannt. Seit der Premiere ist der Zuspruch immer größer geworden, haben sich auch heimische Feuerwehrteams gebildet, die intensiv trainieren. So war der Lauf auch 2019 ausgebucht und für 2020 wollten sich Teams bereits anmelden. „Es war eine gute Außenwerbung für die Feuerwehr“, heißt es aus der Wehr. „Es war eine schöne Breitensportveranstaltung, ich bedauere es“, sagt auch der langjährige sportliche Organisator Dieter Knoblich über den Treppenlauf. Die Veranstaltung habe sich etabliert und eine schöne Mischung geboten.

Der Sauerlandpark begründet die Streichung mit dem hohen Personalaufwand bei Auf- und Abbau und an den Veranstaltungstagen sowie den hohen Kosten. Die Teilnehmerzahl sei zwar hoch, aber bei Zuschauern stoße der Treppenlauf auf weniger Interesse. Ob es 2020 einen Night-Run geben wird, ist noch nicht entschieden. Nach dem Verzicht auf den Treppenlauf gibt es im Nordkreis keine Großveranstaltung im Breitensport mehr. Abenteuerläufern bleibt in der Region nur die Alternative des „Tough Mudder“ am Jagdschloss Herdringen. Mit 14 bis 16 Kilometern und 25 Hindernissen sowie hohen Startgebühren stellt er jedoch ganz andere Anforderungen.

Vom Partyzelt gehtes in das Grohe-Forum

Viel zu diskutieren haben auch die Stammgäste des Oktoberfestes vom 4. bis 6. September, nachdem die Veranstaltung erstmals seit der Landesgartenschau nicht im Zelt, sondern im Grohe-Forum gefeiert wird. „Wir verabschieden uns vom Partyzelt, gehen verstärkt in Inhalte, um das Oktoberfest für alle insgesamt noch besser zu machen“, sagt Eventleiter Oliver Geselbracht. Zur Party wird der Freitagabend. Statt bayrischer Tradition steht die „Golden Glitter Band“ live auf der Bühne. Helles, Dirndl und Lederhosen sind trotzdem gerne gesehen. Der Samstag wird dann zum echten Traditions-Oktoberfest mit der Partyband „Take Five“. Bekannt vor allem von den Sauerländer Hüttengaudis ist es dem Park gelungen, die zwei Damen und vier Herren kurz vor dem Start des Münchener Oktoberfestes nach Hemer zu holen. Sonntags ab 11 Uhr lädt der Park zum Oktoberfest-Frühschoppen inklusive bayrischem Frühstücksbrunch ein.

Während die Tickets für das Oktoberfest ab heute erhältlich sind, kann der Brunch ab dem zweiten Adventswochenende gebucht werden.

Höchst unglücklich ist der BSV Westig über die erneute Terminverlegung des Oktoberfestes, das jetzt genau auf den traditionellen Termin des Westiger Schützenfestes fällt. Vom 4. bis 6. September werde wie gewohnt im Festzelt am Schützenheim gefeiert, teilt der BSV mit.

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