Corona

Stadt verstärkt Kontrollen durch das Ordnungsamt

Spielplätze dürfen aktuell kein Treffpunkt mehr sein.

Spielplätze dürfen aktuell kein Treffpunkt mehr sein.

Foto: Annabell Jatzke

Hemer.  Die Stadt Hemer hat eine Allgemeinverfügung veröffentlicht, an die die Bürger sich halten müssen.

Aufgrund des neuen Erlasses zu kontaktreduzierenden Maßnahmen der NRW-Landesregierung, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, hat die Stadt Hemer eine Allgemeinverfügung veröffentlicht. Darin sind die Regelungen für das tägliche Leben in den Zeiten von Corona enthalten. Die Stadt empfiehlt, Versammlungen – auch unter freiem Himmel – aufgrund der Ansteckungsgefahr zu unterlassen.

Aber auch die Schließungen von Geschäften sind in der Allgemeinverfügung geregelt. Dementsprechend müssen alle Verkaufsstellen des Einzelhandels zunächst bis zum 19. April geschlossen bleiben. Ausnahmen sind Einzelhandelsgeschäfte mit Lebensmitteln, Wochenmärkte, Getränkemärkte, Abhol- und Lieferdienste, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken/Sparkassen, Poststellen, Friseure, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Bau- und Gartenbau sowie Tierbedarfsmärkte.

Auch alle Spiel-, Sport- und Bolzplätze sind geschlossen. Das Land untersagt Angebote von Freizeitaktivitäten und Veranstaltungen aller Art. Auch Spezialmärkte wie Trödelmärkte oder Handwerkermärkte sind nicht mehr erlaubt. Der Zugang zu Bibliotheken, Mensen, Restaurants und Speisegaststätten sowie Hotels für die Bewirtung von Übernachtungsgästen wird eingeschränkt. Restaurants und Speisegaststätten dürfen frühestens um 6 Uhr morgens öffnen und müssen bis spätestens 15 Uhr geschlossen werden.

Bolzplätze und Spielplätzesind geschlossen

Bis auf Weiteres ist den Geschäften des Einzelhandels für Lebensmittel, Wochenmärkten, Abhol- und Lieferdiensten, Apotheken sowie Geschäften des Großhandels gestattet an Sonn- und Feiertagen von 13 Uhr bis 18 Uhr zu öffnen. Dies gilt nicht für Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag.

Reiserückkehrern aus Risikogebieten ist es zudem nicht gestattet, Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas, Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen zu betreten.

Zur Durchsetzung der Verbote wird die Stadt Hemer die Anzahl der Einsatzkräfte im Kommunalen Ordnungsdienst erhöhen und entsprechende Kontrollen vornehmen. Daneben bewährt sich auch die gut funktionierende Zusammenarbeit mit der Polizei Hemer. Die Stadt Hemer bittet die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis und verantwortungsvollen Umgang miteinander. Dazu gehöre auch, überall dort, wo Menschen zusammentreffen, die Grundregeln der Hygiene zu beachten, den begrenzten Zutritt zu Geschäftsräumen zu respektieren und Menschenansammlungen auch unter freiem Himmel unbedingt zu vermeiden.

Wie die Stadt auf Nachfrage mitteilt, hat das Ordnungsamt schon einige Bürger angesprochen, die sich auf Bolzplätzen und auf Spielplätzen versammelt haben. Die Stadt appelliert dabei an die Vernunft jedes Einzelnen, große Menschenansammlungen zu meiden.

Nicht jeder nimmt auf Corona-Situation Rücksicht

Dass das bisher nicht für jeden selbstverständlich ist, darüber berichtet Heike Szodrak, Anwohnerin an der Brahmsstraße. Dort gebe es auf einer Wiese regelmäßige Versammlungen von Eltern mit ihren Kindern. „Das waren fast 60 Leute“, zeigt sie sich empört. Hinweise ihrerseits oder von anderen Nachbarn hätten – so schildert sie es – keine positiven Reaktionen hervorgerufen.

Rückfragen beantwortet die Stadt am Bürgertelefon unter 02372/551-700 oder -701.

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