Kirche

Suche nach dem Weg in die Zukunft

Jahresempfang der evangelischen Kirchengemeinden Hemer und Ihmert in der Ebbergkirche.

Jahresempfang der evangelischen Kirchengemeinden Hemer und Ihmert in der Ebbergkirche.

Foto: Reinhard Köster

Hemer/Ihmert.   Der evangelischen Gemeinden Ihmert und Hemer haben im Anschluss an einen Festgottesdienst einen gemeinsamen Jahresempfang in der Ebbergkirche gegeben.

Mit Zuversicht und Engagement gehen die evangelischen Kirchengemeinden Hemer und Ihmert ins neue Jahr und in die weitere Zukunft, in der sich sowohl ähnliche, aber auch durchaus unterschiedliche Aufgaben zu bewältigen haben. Das wurde beim gestrigen gemeinsamen Jahresempfang in der Ebbergkirche deutlich, der sich an einen festlichen Gottesdienst anschloss.

Der Einladung waren nicht nur viele Gemeindeglieder sowie haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter der Gemeinden gefolgt, sondern auch Repräsentanten des öffentlichen Lebens, darunter Vizebürgermeister Wolfgang Römer, der Landtagsabgeordnete Marco Voge, zahlreiche Mitglieder der Ratsfraktionen, der stellvertretende Superintendent Thomas von Pavel, aber auch Pastor Dietmar Schulte als Leiter des katholischen Pastoralverbundes sowie die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Ulrike Traut.

Wichtiger Beitrag zur Gestaltung des Dorflebens

Zum Auftakt des Empfangs, der ansonsten von zwanglosen Gesprächen geprägt war, wagten mit Doris Brucke und Pfarrer Bernd Bartelheimer die jeweiligen Vorsitzenden der Presbyterium einen kurzen Rück- und Ausblick. Doris Brucke verglich die Gemeindearbeit in Ihmert mit der alten japanischen Handwerkskunst, zerbrochene Schalen und Vasen neu zusammenzusetzen und die Risse mit feinem Gold zu überziehen. Als ein solches mühseliges und kleinteiliges Bemühen werden auch Gemeinde erlebt. Das feine Gold werde an vielen Stellen sichtbar, beispielsweise bei den Schatzkisten-Gottesdiensten, die Pfarrerin Gaby Bach und ihr Team seit dem vergangenen Jahr feiern, oder bei der guten ökumenischen Zusammenarbeit mit der katholischen Gemeinde St. Marien. Auch die evangelische Kirchengemeinde sei bemüht, in Zusammenarbeit mit der Dorfgemeinschaft den kleinen Ort Ihmert zukunftsfähig zu gestalten, was in Gesprächen und gemeinsamen Veranstaltungen bereits geübt werde. Besonders wies Doris Brucke auf ein Projekt des Instituts der Landeskirche mit den Titeln „Kirche findet statt“ und „Kirche im ländlichen Raum“, an dem sich die Ihmerter Gemeinde beteilige.

Auch die evangelische Gemeinde Hemer muss sich darauf einrichten, mit weniger Personal auf der Ebene der Pfarrer auszukommen, was auch schon das abgelaufene Jahr gekennzeichnet hat, wie Bernd Bartelheimer feststellte. Nach dem Weggang der Pfarrer Johanning und Hövelmann bleiben aktuell nur zwei volle Stellen, die von ihm selbst und Thomas Braun besetzt seien, sowie die Teilzeitstellen von Bernd Neuser, Gaby Bach und Dolores Oberfohren, stellte Bartelheimer fest. Da der Gemeinde aber 3,13 Pfarrstellen zustehen, werde die derzeit von Bernd Neuser kommissarisch betreute Stelle in Sundwig wieder neu besetzt. Die Beschreibung dieser Stelle, auf deren Grundlage sie ausgeschrieben werden muss, sei derzeit vordringlichste Aufgabe des Presbyteriums.

Nur noch drei Pfarrerfür vier Kirchen

Bernd Bartelheimer: „Wir brauchen ein Modell, wie mit drei Hundert-Prozent-Pfarrstellen vier Kirchen und die Gottesdienstplätze in der Becke und in Ispei betreut werden können. Es muss sowohl realistisch sein, aber auch für alle Beteiligten attraktiv und Mut machend.“ Das Presbyterium habe sich vorgenommen, dieses Modell bis Ende März zu vervollständigen, damit anschließend die Pfarrstelle ausgeschrieben und besetzt werden könne.

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