Haßberg

Synergien für Bauprojekte im Quartier nutzen

| Lesedauer: 3 Minuten
Die Workshopteilnehmer schauten sich bei einem Rundgang im Quartier „Haßberg“ um. Die Ideen für die Sanierung der Gemeindehalle und der evangelischen Kirche konkretisieren sich.

Die Workshopteilnehmer schauten sich bei einem Rundgang im Quartier „Haßberg“ um. Die Ideen für die Sanierung der Gemeindehalle und der evangelischen Kirche konkretisieren sich.

Foto: Annabell Jatzke

Ihmert.   Die Ideen für die Sanierung der Gemeindehalle und den Umbau der Kirche werden konkreter.

Das Quartier „Haßberg“ steht in Hemers Süden für eine zukunftsträchtige Vision. Sowohl die Sanierung der Gemeindehalle als auch der Umbau der evangelischen Kirche sind zwei Projekte, die in Ihmert für eine nachhaltige Veränderung sorgen sollen. Was zunächst wie zwei separate Projekte erscheint, lässt sich kombinieren. Das Zauberwort heißt dabei Synergien nutzen, so haben der Bürgerverein „Wir in Ihmert“ und die evangelische Kirchengemeinde aus den zwei Ideen einen gemeinsamen Plan entwickelt.

Raum für Veranstaltungen und Platz für die Jugend

Mit diesem konkreten Plan sollen gleich mehrere Probleme im Ortsteil bald der Vergangenheit angehören. Einerseits soll die marode Gemeindehalle saniert werden, um einen zeitgemäßen Raum für Veranstaltungen und Feiern zu schaffen, andererseits soll die Barrierefreiheit der Kirche und angrenzenden Räumlichkeiten geschaffen werden. Neben diesen zwei Hauptthemen gibt es viele weitere Themenfelder, die die Planer vor Ort beschäftigen. So soll in Bezug auf Jugend- und Seniorenarbeit einiges geschehen, weiterer Wohnraum geschaffen und zugleich auch für Naherholung gesorgt werden.

Bürgerverein und Kirche beziehen die Bürgerinnen und Bürger aus dem Ihmerter Tal konkret in die Planungen mit ein. So wurde am vergangenen Samstag zu einem Workshop in die Kirche eingeladen. Dabei wurde unter anderem der aktuelle Planungsstand vorgestellt. Zudem konnten die Modelle nochmals in Augenschein genommen werden.

„Es konkretisiert sich jetzt“, so Dr. Judith Kuhn, die seitens der Landeskirche das Projekt begleitet und begeistert ist, wie viele tolle Ideen aus den Workshop-Teilnehmern sprudeln. Aber nicht nur Dr. Kuhn freut sich über den Ihmerter Enthusiasmus, auch Alexander Tüshaus, erster Vorsitzender des Bürgervereins, und Pfarrerin Gaby Bach loben die Energie der Ihmerter.

Das Konzept für das Quartier „Haßberg“ steht soweit und es wird vorerst keine weiteren Treffen geben. Jetzt geht es erst einmal darum, wie das Konzept realisiert und finanziert werden kann. Gespräche mit der Stadt Hemer, den Fraktionen und die Akquise von privaten Investoren haben nunmehr oberste Priorität.

Kleiner Rundgang im Quartier „Haßberg“

Um das Konzept, das die beiden einzelnen Projekte vereint, zu visualisieren, machten sich die Workshop-Teilnehmer am Samstag auch auf einen Rundgang. So schritten sie den angedachten Trampelpfad zwischen Gemeindehalle und Kirche ab und markierten diesen mit Absperrband. Auf dem Weg zwischen den beiden Gebäuden befindet sich im Wald ein Plateau, das in vielfältiger Weise genutzt werden könnte. Hier könnte beispielsweise der so dringend benötigte Ort für Jugendliche geschaffen werden. „Jeder ist begeistert vom Plateau“, so Pfarrerin Gaby Bach, die darin einen „verborgenen Schatz“ sieht.

In welcher Form sich die unterschiedlichen Ideen umsetzen lassen und welche Fördermittel dazu beantragt werden können, wird sich in der nächsten Zeit zeigen. Funktioniert es, die Ideen wie geplant umzusetzen, wird in Ihmert gemeinsam Großes geschaffen, von dem die nachfolgenden Generationen profitieren werden. Es bleibt also spannend.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Hemer

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben