Bürgerantrag

Tempo 30 für gefährliche Ortsdurchfahrt im Stephanopeler Tal

Eng ist die Ortsdurchfahrt durch Stephanopel, künftig soll dort Tempo 30 gelten

Eng ist die Ortsdurchfahrt durch Stephanopel, künftig soll dort Tempo 30 gelten

Foto: Ralf Engel / Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung

Auch der Kreis und die Stadt befürworten einen Bürgerantrag für Tempo 30 auf der Kreisstraße in Stephanopel.

Frönsberg. Vorstöße gab es in den vergangenen Jahren schon so einige, doch nun scheint ein Antrag auf Tempo 30 in Stephanopel Erfolg zu haben. Für die Temporeduzierung auf der Kreisstraße hat der Märkische Kreis Zustimmung angekündigt, auch der Ausschuss für Stadtplanung, Umwelt und Verkehr soll „grünes Licht“ geben.
Vor einigen Jahren schon hatte der Kreis in Heppingsen Tempo 30 angeordnet. Für die kurvenreiche und deutlich stärker bebaute Ortsdurchfahrt Stephanopel wurde dies aber abgelehnt. 48 Anwohner haben nun einen Bürgerantrag gestellt, in dem sie auf die Gefahren aufmerksam machen. Begründet wird der Antrag auf Tempo 30 damit, dass der Straßenverlauf in der Ortsdurchfahrt Stephanopel sehr schmal ist und dass keine Gehwege oder Seitenstreifen vorhanden sind. Die Fahrbahnbreite zwischen Giese und Winterhof liegt zwischen viereinhalb und sechs Metern. Häuser oder Gartenzäune reichen teilweise bis an den Fahrbahnrand, so dass Fußgänger keinen gesicherten Raum haben. Dadurch sei unter anderem der Weg zu den Bushaltestellen für Fußgänger (speziell Schulkinder) sehr unsicher. „Selbst wenn sich alle Auto- und Motorradfahrer an die vorgegebenen 50 km/h halten würden, ist in diesem Bereich für alle Fußgänger, aber vor allem für Schulkinder auf dem Weg zum Schulbus zu gefährlich, zumal die Schulkinder morgens zu den gleichen Zeiten unterwegs sind, wie die Berufspendler, die es meist besonders eilig haben“, schreiben die Anwohner.
Im Oktober hat die Stadt eine Verkehrszählung mit Tempomessung durchgeführt, die wegen der Corona-Beschränkungen nicht repräsentativ ist. Mit über 800 Fahrzeugen in 24 Stunden liegt für die Kreisstraße eine geringe Belastung vor. Bei der Bundesverkehrswegezählung 2015 war noch eine Verkehrsbelastung mit 1422 Fahrzeugen ermittelt worden. Den mit 20 Prozent hohen aktuellen Lastwagen-Anteil führt die Stadt ebenfalls auf den Corona bedingt gesunkenen Pkw-Anteil zurück. Bei der Tempomessung haben sich 85 Prozent der Autofahrer mit Tempo 53 an das Limit gehalten. Es gab aber auch Ausreißer mit Tempo 79 in Fahrtrichtung Hemer und Tempo 82 in Richtung Heppingsen.
Wo genau die Tempo-30-Schilder aufgestellt werden, soll eine Verkehrsschau im Frühjahr klären.

Bildzeile: Auf der Kreisstraße in Stephanopel fehlen Gehwege, dennoch ist dort Tempo 50 erlaubt. Anwohner wollen das durch einen Bürgerantrag ändern. Foto: Ralf Engel

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