Rückblick 2017

Todesopfer bei Frontalzusammenstoß

Unfall am Neuen Markt am 18. April.

Unfall am Neuen Markt am 18. April.

Foto: KÖSTER, Reinhard

Hemer.   Wir blicken auf das Jahr 2017: Einige schwere Verkehrsunfälle trüben die Jahresbilanz von Polizei und Feuerwehr.

Das neue Jahr beginnt für einige Familien gleich katastrophal, und auch 40 Feuerwehrleute können 2017 nicht feiernd begrüßen. In der Silvesternacht brennt eine Wohnung im Hochhaus am Hemer Amt völlig aus. Das Übergreifen der Flammen auf andere Stockwerke kann verhindert werden. Später stellt sich heraus, dass offenbar Feuerwerkskörper den Brand ausgelöst haben.

Größere Brände bleiben zum Glück die Ausnahme. Am 21. November brennt eine Wohnung im dritten Stock eines Hochhauses an der Iserlohner Straße. 28 Bewohner bringt die Feuerwehr mit Brandschutzhauben in Sicherheit.

100 Liter ätzende Lauge laufen am 29. September beim Abpumpen eines Galvanikbeckens aus. Die Feuerwehr gibt Großalarm auch für die Dekontaminationseinheit. Ein Arbeiter muss in eine Spezialklinik.

ABC-Alarm auf Polizeiwache nach Öffnen eines Briefes

Stadtalarm für alle Einsatzkräfte löst die Feuerwehr am 24. November aus. Eine 31-jährige Ärztin hatte am Abend einen verdächtigen Brief aus dem Sultanat Brunei mit unbekanntem Absender auf die Polizeiwache gebracht. Dort wird der Umschlag geöffnet. Vier Polizisten und die Ärztin klagen über Übelkeit, Juckreiz und Schwindel. Wegen der unbekannten Substanz gibt es ABC-Alarm. Feuerwehrleute arbeiten unter Schutzanzügen, die Erkrankten werden in einem Dekontaminationszelt entgiftet. Die Analytische Task Force aus Dortmund rückt mit einem mobilen Labor an und gibt nach vier Stunden Entwarnung. Welche Substanz die Beschwerden ausgelöst hat, ist nicht mehr nachweisbar. Das Landeskriminalamt übernimmt die Ermittlungen. Der Fall sorgt bundesweit für Schlagzeilen.

Mehrere schwere Verkehrsunfälle gehören zur Jahresbilanz. Nach drei Jahren in Folge ohne Unfalltote auf Hemers Straßen ist ein Todesopfer zu beklagen. Am 26. Januar muss die Feuerwehr nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Oesestraße einen 37-jährigen Autofahrer mit der Rettungsschere aus dem Autowrack befreien. Mit einem Rettungshubschrauber wird er in eine Spezialklinik geflogen.

Einer Katastrophe entgeht die Stadt am 18. April. Ein 74-jähriger Autofahrer verliert aufgrund gesundheitlicher Probleme die Kontrolle über seinen Honda und rast von der Sparkasse aus auf der Hauptstraße unkontrolliert entgegen der Einbahnregelung bis auf den Marktplatz. Einige Fußgänger können sich nur durch einen Sprung in Sicherheit bringen, zum Glück gibt es keinen Gegenverkehr. Die Irrfahrt endet vor Betonpollern und einem geparkten Auto vor dem Buchladen. Nach einer halben Stunde gelingt es der Feuerwehr, den Eingeklemmten aus seinem Wrack zu befreien. Mit einem Rettungshubschrauber wird der Schwerverletzte in die Unfallklinik Lünen geflogen.

Am 28. Mai schleudert ein Suzuki auf der Kreisstraße 11 vor einem Baum. Der Fahrer wird mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Dortmunder Spezialklinik geflogen.

72-Jährige stirbt aufder Ihmerter Straße

Am 30. November kommt eine 72-jährige Frau aus Altena bei einem Frontalzusammenstoß auf der Ihmerter Straße ums Leben. Nach polizeilichen Ermittlungen war sie aufgrund gesundheitlicher Probleme auf die Gegenspur geraten und dort frontal mit einem Auto kollidiert. Dessen vier Insassen werden schwer verletzt, unter ihnen ein sechs Wochen altes Baby.

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