CDU-Ratsfrau gestorben

Trauer um die langjährige Vizebürgermeisterin Doris Ebbing

Foto: IKZ

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Hemer. Der Schock und die Trauer sind groß: Hemers langjährige Vizebürgermeisterin Doris Ebbing ist in der Nacht zum Freitag im Alter von 71 Jahren gestorben. Hemer verliert eine große Dame der Politik, einen herzensguten Menschen und eine der engagiertesten Bürgerinnen der Stadt.

Noch am Donnerstagnachmittag war Doris Ebbing zur stellvertretenden Vorsitzenden des Sparkassenverwaltungsrates gewählt worden, dem sie bereits seit 1989 angehörte. Zum Zeitpunkt der Sitzung befand sie sich bereits in der Klinik, wo sie operiert worden war. Voller Tatendrang wollte sie nach der Behandlung ihre Arbeit in der CDU-Ratsfraktion fortsetzen. Ihr plötzlicher Tod hinterlässt eine große Lücke.

Seit 1989 war die Christdemokratin ehrenamtlich stellvertretende Bürgermeisterin, in zwei „Notzeiten” sogar amtierende Bürgermeisterin - als erste Frau in Hemer und im Märkischen Kreis trug sie die Amtskette. Mit den Bürgermeistern Klaus Burda, Heinz Öhmann und Michael Esken arbeitete sie Seite an Seite. Immer gab Doris Ebbing als Repräsentantin der Stadt Hemer eine gute Figur ab, und in den Ortsvereinen erfreute sie sich einer großen Beliebtheit. Im Oktober 2004 wurde sie als BM verabschiedet.

Wo sich heute das Nöllenhofcenter befindet, wurde Doris Ebbing geboren. 14 war sie, als die Familie in das Adriansche Haus Im Ohl zog, das heute unter Denkmalschutz steht. 1964 heiratete Theodora Adrian ihren Friedhelm Ebbing; aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: Martin, Christof, Jochen.

Der Sprung in die Kommunalpolitik führte für Doris Ebbing über das Engagement für die Brabeckschule. 1976 wurde die Christdemokratin in den Rat gewählt. Sie arbeitete in zahlreichen Gremien und Ausschüssen, so auch dem VHS-Zweckverband oder als Schöffin beim Amtsgericht. Neben der Kultur lag ihr die Erhaltung des Freibades besonders am Herzen. So wurde Doris Ebbing 1993 Vorsitzende des Fördervereins „Pro Aqua”. Dafür gewann sie 200 Mitglieder, und die Wiedereröffnung der erneuerten Anlage war ein großer Verdienst. Sehr engagiert war die Verstorbene in den Fördervereinen für die beiden Hauptschulen. Auch in der russischen Partnerstadt Schelkowo wird man um Doris Ebbing trauern.

Ehrungen zu Lebzeiten? 1999 wurde Doris Ebbing mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Hier ist eine erste Stellungnahme von Bürgermeister Michael Esken: „Doris Ebbing war eine der ersten, die ich zu Beginn meiner Amtszeit in Hemer kennen lernen durfte. Deshalb hatte ich auch immer eine ganz besondere Beziehung zu ihr. Doris Ebbing hat mit ihrem politischen Wirken entscheidend an der positiven Entwicklung der Stadt Hemer mitgearbeitet und sich zu jeder Zeit mit der ganzen Kraft ihrer Persönlichkeit für die Interessen und Belange der Bürger eingesetzt. Gerade die Landesgartenschau lag ihr von Anfang an sehr am Herzen, für deren Planung sie sich mit überaus großem Engagement eingebracht hat. Wir alle haben ihre offene, geradlinige und ehrliche Art sehr geschätzt. Die Stadt Hemer verliert mit Doris Ebbing eine überaus verdienstvolle Kommunalpolitikerin mit hohem Ansehen”.

Sichtlich geschockt ist man im CDU-Stadtverband Hemer: „Wir sind tief betroffen und erschüttert von dem plötzlichen Tod, weil wir eine verantwortungsvolle Kommunalpolitikerin und einen guten Menschen verloren haben”, erklärt CDU-Vorsitzender Martin Gropengießer.

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