Müll

Trockene Oese bringt Müll zum Vorschein

In der Nähe der Theo-Funccius-Straße hat sich im Gitter der Oese eine beträchtliche Menge an Müll angesammelt. Die Stadtbetriebe wollen sich in den nächsten Tagen darum kümmern.  

In der Nähe der Theo-Funccius-Straße hat sich im Gitter der Oese eine beträchtliche Menge an Müll angesammelt. Die Stadtbetriebe wollen sich in den nächsten Tagen darum kümmern.  

Foto: Hendrik Schulze Zumhülsen

Hemer.  Besonders an einigen Kanalgittern befinden sich klumpige Papier- und Plastikstreifen. SIH kontrolliert Gewässer.

Bei den steigenden Temperaturen im Sommer, sinkt auch der Spiegel der Oese deutlich. Im ausgetrockneten Flussbett kommt einiges zutage. Im vergangenen Jahr wurde sogar eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Oft sieht man aber vor allem eines: jede Menge Müll. Durch einen Leserhinweis ist diese Zeitung auf den Zustand der vermüllten Stellen aufmerksam geworden.

Beim Betreten des Flussbettes in der Nähe der Straße am Bräucken knirschen die Steine unter den Schuhen. Teilweise ist der Müll in den Zwischenräumen deutlich zu erkennen – zersplittertes Glas, bunte Plastikflaschen oder das Silberpapier von Schokoriegel-Verpackungen. Oft fügt sich der Müll aber auch in das Flussbett ein. Nur beim genaueren Hinsehen sind die durchsichtigen Plastikstücke, beispielsweise von Supermarkt-Tüten, erkennbar.

Klumpige Papierstreifen hängen vom Gitter herunter

Am meisten Müll sammelt sich aber am Kanalzufluss in der Nähe. Nasses Papier, wohl von Klorollen, Küchenpapier oder ähnlichem, hat sich am Gitter gesammelt und hängt in klumpigen Streifen herunter. Ein ähnliches Bild ist am Oese-Becken an der Theo-Funccius-Straße zu finden.

Auch dort finden sich immer wieder zwischen den Steinen Müllreste, zwischenzeitlich sogar ein Stück Styropor. An dieser Stelle fließt die Oese noch in einem kleinen Strom, dennoch ist das Flussbett gut zu betreten, ohne nasse Füße zu bekommen. Auch dort sammelt sich der größte Dreck am Zuflussgitter. Augenscheinlich eine Mischung aus Plastiktüten, Papier, Blättern und kleinen Ästen hat sich dort angesammelt.

„Wir werden uns darum kümmern“, sagt auf Anfrage Edgar Schumacher, Betriebsleiter der Stadtentwässerung. Eine für die Gewässerunterhaltung zuständige Truppe von den Stadtbetrieben (SIH) kümmere sich jeden Tag um die Flüsse und Bäche im Gebiet der Stadt. Wenn sich allerdings doch zu viel Müll an einer Stelle ansammelt, können, so Schumacher, die Bürger ihn auch unter der E-Mail e.schumacher@hemer.de kontaktieren. Der Fachdienstleiter unter anderem für den Bereich Abfallwirtschaft werde dann die zuständigen Stellen beim SIH beauftragen, die sich daraufhin um die Sache kümmern.

Besonders nach Gewittern oder starken Regenfällen seien Papier-Ansammlungen an Kanalgittern nicht unüblich. „Bei Starkregenereignissen ist das Kanalsystem wie auch in anderen Städten überlastet. Ein Teil des Wassers wird dann stark verdünnt dem Fluss zugeleitet“, erklärt er. Dem Selbstreinigungskräften des Flusses könne dies zugemutet werden.

Müll wie Papierstreifen, die berechtigter und unberechtigter Weise in den Kanal geleitet werden, können sich so am Kanalgitter sammeln. „Das Gitter ist dort aus Sicherheitsbedenken, damit Kinder nicht in den Kanal klettern“, sagt Schumacher. Aber auch den Müll an den Gittern haben die Mitarbeiter des SIH, so Schumacher, auf dem Schirm. „Es handelt sich hierbei ja um Profis. Nach und nach wird das sauber gemacht“, sagt der Betriebsleiter der Stadtentwässerung.

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