Deilinghofen

Turmsanierung soll in der Kirche beginnen

Pfarrer Manuel Janz und Baukirchmeister Wolfgang Piltz stellten die Sanierung vor.

Pfarrer Manuel Janz und Baukirchmeister Wolfgang Piltz stellten die Sanierung vor.

Foto: Annabell Jatzke

Deilinghofen.  Die Kirchengemeinde Deilinghofen freut sich über Fördermittel und Spenden. Aber die Baukosten für die Turmsanierung sind erheblich gestiegen.

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„Kommt, wir wagen es!“ so lautet das Motto in Hemers Osten in Bezug auf die Kirchturmsanierung der evangelischen Stephanuskirche. Lange hatte man nichts mehr von den geplanten Maßnahmen gehört, untätig sind die Verantwortlichen währenddessen aber keinesfalls gewesen. Stattdessen wurde eifrig am Fortgang der Planungen und Umsetzungen gearbeitet.

Erfreulicherweise gibt es mittlerweile neben der bereits bekannten Fördermittel-Zusage des Bundes weitere Zusagen in Höhe von insgesamt 40.000 Euro von der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz aus Bonn und vom Verein zur Förderung der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland aus Hannover. Die Zusage des Bundes für den Zuschuss von maximal 101.000 Euro bezieht sich allerdings ausschließlich auf ein eventuelles Finanzierungsdefizit. Nach Abschluss der Baumaßnahmen wird geprüft, welche Kosten nicht gedeckt sind und dann werden diese gedeckt. In die Finanzplanung lassen sich diese Mittel somit nur schwer verbindlich einbeziehen, sondern sind ähnlich wie „Notgroschen“ zu verstehen.

Wenngleich die Gesamt-Finanzierung noch nicht komplett gesichert ist, soll Anfang Oktober zumindest mit der Sanierung des Turm-Innenbereichs begonnen werden, damit diese Arbeiten über den Winter abgeschlossen werden können. Die Arbeit an der Außenfassade werden in diesem Jahr noch nicht begonnen, einerseits da dann die kältere Jahreszeit beginnt, andererseits ist die LWL-Denkmalschutzbehörde in Münster mit ihren Prüfungen der Detailplanung in Zeitverzug. Somit ist erst einmal noch Geduld gefragt.

Die öffentliche Spendenaktion war bislang ein voller Erfolg, man befindet sich auf der Zielgeraden. 46.300 Euro von den angepeilten 50.000 Euro sind bereits auf dem Spendenkonto der Kirchengemeinde eingegangen. Leider hat aber alles einen Haken, so sind die Baukosten im Vergleich zu den ersten Planungen erheblich gestiegen, so dass diese Summe vermutlich nicht ausreichen wird. Deshalb appellieren Pfarrer Manuel Janz und Kirchmeister Wolfgang Piltz weiterhin an die Spendenbereitschaft von Firmen und Privatspendern und hoffen zugleich, dass noch weitere tolle Aktionen für die Kirchturmsanierung auf die Beine gestellt werden.

Gottesdienste vorder Staubschutzwand

„Wenn nicht noch Überraschungen kommen“, so Wolfgang Piltz in Anbetracht des Baubeginns. Der Beginn der Bauarbeiten bedeutet, dass der hintere Teil der Kirche und der Zugang zur Orgelempore mit einer Staubschutzwand ausgestattet werden. Während vorne dann noch Gottesdienste gefeiert werden können, wird im hinteren Teil emsig gearbeitet. Der ganze Putz muss raus, da die Stabilität gefährdet ist.

Bevor es letztlich losgehen kann, prüft Architekt Carsten Pläsken momentan die eingegangenen Angebote. Nach der Auswahl berät das Presbyterium über den Vergabevorschlag. Also wird hinter den Kulissen im Moment eifrig gearbeitet und bald schon sollen auch die Deilinghofer einen Fortschritt am Kirchturm sehen.

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