BM-Wahl

UWG schickt Michael Heilmann ins Rennen

Der UWG-Vorstand mit Walter Gertitschke, Klaus Schreiber, Knut Kumpmann und Guido Büchner nominierte am Freitagabend Michael Heilmann zum Bürgermeister-Kandidaten. Unterstützt wird der 53-Jährige durch seine Frau Rianne.

Der UWG-Vorstand mit Walter Gertitschke, Klaus Schreiber, Knut Kumpmann und Guido Büchner nominierte am Freitagabend Michael Heilmann zum Bürgermeister-Kandidaten. Unterstützt wird der 53-Jährige durch seine Frau Rianne.

Foto: IKZ

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Hemer.  Jetzt sind es drei Bürgermeister-Kandidaten, die am 31. Januar 2016 um die Stimmen der Hemeraner werben: Nachdem die CDU Wolfgang Römer und die SPD Uwe Kutter nominiert haben, schickt die Unabhängige Wählergemeinschaft Michael Heilmann ins Rennen. Der Fraktionsvorsitzende aus Bredenbruch sieht sich zwar von der UWG aufs Schild gehoben, möchte aber ein parteiunabhängiger Bürgermeister für alle werden.

„Es geht in erster Linie um die Person Michael Heilmann“

„Es schien mir sehr sinnvoll, einen guten Kandidaten aufzustellen. Michael Heilmann ist eine echte Alternative zu den anderen beiden Kandidaten“, sagte UWG-Vorsitzender Klaus Schreiber am Freitagabend im Restaurant Ess-pri. In Deilinghofen war der Vorstand zur Kandidatenvorstellung zusammengekommen, weil hier auch die Wurzeln der UWG zu finden sind. Die Mitgliederversammlung soll die BM-Kandidatur am 16. November bestätigen. „Es geht in erster Linie nicht um die UWG, sondern um die Person Michael Heilmann“, betonte Schreiber. Es werde von Bürgern geschätzt, wenn Bürger antreten, die nicht aus einer festen Parteibindung kämen, verwies er auf die Kölner OB-Wahl.

1990 in Hemer eineneue Heimat gefunden

Michael Heilmann stammt aus Hof in Franken und ist seit 1990 Hemeraner. „Wir sind hier so gut aufgenommen worden, dass wir nicht mehr weg wollten“, sagt er. Der 53-Jährige hat Politikwissenschaften und Wirtschaft an den Universitäten von Birmingham und Duisburg studiert. „Mit dem Nebenfach Zivil- und Verwaltungsrecht verfüge ich über das juristische Grundverständnis, das für das Bürgermeisteramt notwendig ist“, so Heilmann.

Mit der Geburt des ersten Kindes hatten seine Ehefrau Rianne und er die Rollen getauscht. Der Mann kümmerte sich um die Erziehung der drei Kinder, arbeitete freiberuflich als Dozent, die Frau war bei einer Großbank und ist als Coach für Führungskräfte tätig. „Gerade diese Entscheidung gab mir die Gelegenheit, mich hier in Hemer auf vielfältige Weise ehrenamtlich zu engagieren. Man kann sagen, ich konnte mich zwei Jahrzehnte lang auf dieses Amt vorbereiten“, so Michael Heilmann, der die BM-Kandidatur als neuerliche Familienentscheidung betonte und das nicht nur für eine Wahlperiode.

Durch die kommunalpolitische Arbeit habe er einen großen Einblick in die Verwaltungsarbeit gewonnen. Heilmann hat seit den Workshops 2007 an der Gestaltung der Landesgartenschau mitgewirkt, ist bis heute Mitglied im Aufsichtsrat, ferner im Verwaltungsrat der Sparkasse. Bürgermeister sei kein Lehrberuf im eigentlichen Sinne, man müsse die Menschen mitnehmen, Probleme angehen, immer mit dem Ziel, eine Lösung zu finden. „In Hemer gibt es viel zu gestalten und steckt eine Menge Potenzial, das es zu heben gilt“, so der 53-Jährige BM-Kandidat.

Ob aus dem Kandidatentrio noch ein Quartett wird, muss sich bis zum 14. Dezember entscheiden - dann endet die Bewerberfrist.

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