Kleinkunst

Viel Applaus für Don Camillo und Peppone

Peter Schütze überzeugte bei Melange als Don Camillo

Peter Schütze überzeugte bei Melange als Don Camillo

Foto: Annabell Jatzke

Hemer.  Der Rezitator Peter Schütze gastierte mit seinem neuen Programm bei Melange im ausverkauften Café Poggel.

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Auch wenn Peter Schütze am Freitagabend für seine erkrankte Melange-Kollegin einsprang, das Alternativprogramm, das der promovierte Germanist und Autor bot, versprach einen unterhaltsamen Abend. Der Rezitator gastierte mit seinem neuen Programm „Don Camillo und Peppone“ im Café Poggel. Die Aufführung konnte erst am vergangenen Dienstag in Dortmund Premiere feiern, und auch im heimischen Café kam Schützes neustes Programm sehr gut an.

Viele Informationenüber Autor und Werk

Humorvoll schlüpfte Schütze, der 13 Jahre die Leitung der Hohenlimburger Schlossspiele innehatte, in seiner Lesung in die beiden Hauptfiguren des Episodenromans des italienischen Schriftstellers Giovannino Guareschi und ließ sie neu aufleben. So wurde der Zuhörer mit den Abenteuern von Don Camillo und Peppone nach Norditalien, das in der Nachkriegszeit auch von Entbehrungen und Hoffnungen geprägt war, entführt.

Bevor Schütze sich mit seinen Zuhörern auf die Reise in die italienische Poebene machte, gab er wissenswerte Informationen rund um den Autor und sein Werk. In 1948, dem Geburtsjahr von Peter Schütze, schrieb Giovannino Guareschi das Buch, das mehrfach aufgelegt ein großer Erfolg wurde. Vier Jahre nach der Ersterscheinung folgte die erste Verfilmung des Buchklassikers fürs Kino.

Den Priester Don Camillo und den kommunistischen Bürgermeister Pepponne verbindet eine Art Hassliebe, die zwei sind einerseits vertraute Freunde und sich sehr ähnlich, aber andererseits doch Rivalen um die weltanschauliche Vormachtstellung in dem kleinen Dorf. Immer wieder liefern sich die zwei Streithähne verbale und handgreifliche Auseinandersetzungen, welche letztlich Stoff für unzählige komische Geschichten bieten. Mal bei der Beichte, mal bei der Taufe erlebte der Zuhörer die zwei scheinbar ungleichen Charaktere, die jedoch beide schlitzohrig und schlagkräftig sind. Wobei sich eine dritte Person, Jesus Christus am Kreuz der Dorfkirche, immerzu einmischte und Don Camillo im Zwiegespräch nach einem Punktsieg gegen seinen Widersacher auch mal kritisierte.

Die Anekdoten von Don Camillo und Peppone unterhielten das Hemeraner Publikum sehr. Immer wieder wurde zwischendurch herzhaft gelacht und zwischen den kleinen Episoden langanhaltender Applaus gespendet.

Neues Programmbeginnt im Oktober

Für alle Melange-Liebhaber in Hemer gilt es jetzt, die Pause abzuwarten. Erst im Oktober geht es im stets ausverkauften Café Poggel mit dem neuen Melange-Programm weiter. Melange-Geschäftsführer Dr. Thomas Eicher wird aber sicherlich wieder ein tolles Programm auf die Beine stellen.

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