Selbsthilfegruppe

„Wir möchten dabei sein und nicht außen vor“

Die Selbsthilfegruppe „MS & Friends

Die Selbsthilfegruppe „MS & Friends

Foto: Ralf Engel

Hemer.   „Durch die Selbsthilfegruppe habe ich mehr Power bekommen, eine ganz andere Einstellung, mit der Krankheit umzugehen und gelernt, man muss sich nicht verstecken.“ Dieses große Lob eines Betroffenen für die Selbsthilfegruppe „MS & Friends“ ist die wohl wichtigste Bestätigung für eine erfolgreiche Arbeit. MS – die beiden Buchstaben stehen für eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen im jungen Erwachsenenalter: Multiple Sklerose.

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„Durch die Selbsthilfegruppe habe ich mehr Power bekommen, eine ganz andere Einstellung, mit der Krankheit umzugehen und gelernt, man muss sich nicht verstecken.“ Dieses große Lob eines Betroffenen für die Selbsthilfegruppe „MS & Friends“ ist die wohl wichtigste Bestätigung für eine erfolgreiche Arbeit. MS – die beiden Buchstaben stehen für eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen im jungen Erwachsenenalter: Multiple Sklerose.

Die Hemeraner Gruppe kann in diesem Jahr das fünfjährige Bestehen feiern und erlebt einen immer größeren Zuspruch. Peter Martin und Sabine Grau hatten 2013 zunächst einen kleinen Kreis Betroffener zusammengeführt, mittlerweile sind es 38, die sogar aus Werl und Soest zu den Treffen kommen.

Aus der Selbsthilfegruppe ist ein Freundeskreis geworden

„Es haben sich viele persönliche Beziehungen entwickelt, aus der Selbsthilfegruppe ist ein Freundeskreis geworden“, berichtet Sabine Grau. Und diese Gemeinschaft möchte niemand mehr missen. „Wir möchten dabei sein, nicht außen vor“, betont Peter Martin, dass nicht nur der Erfahrungsaustausch über die Krankheit und ihre Behandlung im Mittelpunkt steht. „Hier wird viel gelacht“, sagt er. Gemeinsame Ausflüge, die Teilnahme mit sechs Rollstühlen am Jubiläumslauf von Radio MK oder ein gemeinsames Essen im Restaurant, das mit mehreren Rollis nicht einfach ist, sind nur einige Beispiele.

Für Neuerkrankte ist die Selbsthilfegruppe eine wichtige Informationsquelle. Betroffene sammeln in Selbsthilfegruppen die Diagnosen und Behandlungen verschiedenster Ärzte. „Das ist ein riesiger Erfahrungsschatz. Wir profitieren untereinander“, so Sabine Grau. So könnten Erfahrungen mit Medikamenten direkt weitergegeben werden. „Es ist eine verzwickte Erkrankung, weil alles nicht gleich ist“, verweist Peter Martin auf die Vielfalt der unterschiedlichen Verläufe.

Treffen am 1. und 3. Dienstag im Monat im JuK am Park

An jedem 1. und 3. Dienstag im Monat trifft sich die Gruppe um 17 Uhr im Jugend- und Kulturzentrum. Auch Angehörige sind willkommen, denn auch sie haben oft Schwierigkeiten, mit den Erkrankten umzugehen. Es gibt viele offene Treffen, aber auch viele Informationen von Fachleuten, die beispielsweise über medikamentöse Therapien, Hilfsmittel oder Ernährung beraten. In der kommenden Woche informiert beispielsweise die Pflegeberatung MK. „Bei uns wird nicht nur über Krankheiten gesprochen“, sagt Susanne Grau, „und immer genießen wir einfach die gemeinsame Zeit in offener Runde.“

Über eine besondere Unterstützung der Arbeit konnte sich die Selbsthilfegruppe beim letzten Treffen freuen. Torsten Ramm überreichte 300 Euro als Spende der Weihnachtsfeier der Deilinghofer Kfz-Technik. „Spenden unterstützen unsere Arbeit erheblich, denn dadurch können wir Dozenten einladen“, dankte Sabine Grau.

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