Vulkanausbruch

Zwangsaufenthalt in einem Paradies

Die Hemeranerin Vanessa Villmann hängt auf Bali fest.

Foto: Privat

Die Hemeranerin Vanessa Villmann hängt auf Bali fest. Foto: Privat

Hemer/Bali.   Die 25-jährige Hemeranerin Vanessa Villmann gehört zu den Tausenden von Urlaubern, die zurzeit auf der Insel Bali festsitzen. Der Flugverkehr wird durch einen Vulkanausbruch lahmgelegt.

Tausende Deutsche sitzen derzeit auf Bali fest. Grund ist der drohende Ausbruch des Vulkans Mount Agung. Der internationale Flugverkehr ruht, weil eine kilometerhohe Aschewolke sich in Richtung Flughafen bewegt.

Auch die Hemeranerin Vanessa Villmann gehört zu den Urlaubern, die derzeit nicht von der Insel wegkommen. Sie arbeitet seit Juni auf dem Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff“ und wollte vom 21. bis zum 30. November einen kleinen Urlaub auf Bali verbringen. „Die ersten Tage waren sehr schön“, erzählt die 25-Jährige, die mit einem Einheimischen unterwegs ist, in einem Telefonat mit der Heimatzeitung. „Wäre er nicht zum Übersetzen da, wüsste ich wahrscheinlich überhaupt nicht, was aktuell der Stand der Dinge ist“, sagt Vanessa Villmann.

Vanessa Villmann hat für den kommenden Donnerstag einen Flug nach Bangkok gebucht, weil sie dann wieder an Bord gehen muss. „So, wie es aussieht, wird es aber nichts“, erzählt die Hemeranerin, die sich selbst die Neuigkeiten zusammenträgt.

Die Einheimischen strahlen keine Angst aus

Wie es ihr geht? „Also, ich hab schon ein mulmiges Gefühl, weil ich eben nicht weiß, wie es weitergeht. Der Flughafen wird ja immer nur stundenweise gesperrt, und dann hofft man natürlich immer, dass er endlich freigegeben wird. Ich möchte echt gern zurück aufs Schiff, auch wenn es hier auf Bali schön ist, und ich weit weg vom Vulkan bin. Generell wirkt es hier aber auch nicht so, als würden die Einheimischen Angst haben. Alles ist sehr entspannt hier“, fasst Vannessa Villmann ihre Eindrücke zusammen.

Ihren Arbeitgeber hat sie sofort informiert, großen Ärger gab es mit Blick auf „höhere Gewalt“ aber nicht. Dafür bereite jetzt auch das Wetter Schwierigkeiten, denn der Regen lässt Schlammflüsse entstehen. Einerseits ist die Nässe gut, damit die Aschewolke eingedämmt wird, auf der anderen Seite ist es „auf der Erde“ dafür um so unangenehmer. Etwas Vergleichbares, so die 25-Jährige, habe sie noch nie erlebt – und möchte sie auch nicht noch einmal erleben. Sie sagt: „Ich mache mir selbst nämlich totalen Stress, weil ich darüber nachdenken muss, wie ich zu welchem Flughafen komme, wenn ich Bangkok nicht anfliegen kann, ob ich weiterhin im Hotel bleiben kann und so weiter.“

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