Polizei

Zwei Jugendliche in Hemer niedergestochen

Bei einer Messerstecherei auf dem Radweg auf dem ehemaligen Bahngelände sind zwei junge Männer schwer verletzt worden.

Bei einer Messerstecherei auf dem Radweg auf dem ehemaligen Bahngelände sind zwei junge Männer schwer verletzt worden.

Foto: IKZ

Hemer.   Eine Messerstecherei in Hemer hat am Donnerstagabend einen Großeinsatz für Polizei und Rettungsdienste ausgelöst. Zwei Jungen wurden niedergestochen.

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Zwei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren sind am Donnerstagabend auf dem Radweg auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände in Hemer niedergestochen und schwer verletzt worden. Die Polizei spricht von einem versuchten Tötungsdelikt. Die Staatsanwaltschaft Hagen hat die Ermittlungen übernommen und eine Mordkommission eingerichtet.

Ab 17.45 Uhr wollten die Martinshörner in der Stadt nicht verstummen. Zwei Rettungswagen, Notarztwagen und mehrere Polizeiwagen eilten zu McDonald’s. Bis vor den Imbiss hatten sich die beiden Schwerverletzten geschleppt, um von dort Hilfe zu rufen. Zeugen sprachen von stark blutenden Opfern durch Messerstiche unter anderem in den Bauch und Arme. Die Schwerverletzten wurden mit Rettungswagen in die Kliniken gebracht.

Großfahndung mitmehreren Streifenwagen

Die Polizei leitete mit zahlreichen Streifenwagenbesatzungen eine Fahndung nach den Tätern ein, die vom Tatort geflüchtet waren. Wenig später konnten zwei 16 und 17 Jahre alte Tatverdächtige aus Hemer festgenommen werden. Zumindest einer der Tatverdächtigen soll aus der elterlichen Wohnung abgeführt worden sein.

Nach ersten Ermittlungen gerieten auf dem Radweg zwei Personengruppen aneinander. Dabei kam es zunächst zu verbalen Streitigkeiten und schließlich zu der Messerattacke. Ob ein oder mehrere Täter bewaffnet waren und zustachen, wollte die Polizei noch nicht mitteilen. „Die Ermittlungen zur Motivlage und Ursache der Auseinandersetzung dauern an“, hieß es in der Nacht auf Anfrage. Für die Ermittlungen musste der Imbiss vorübergehend bis auf den Autoschalter schließen. Auch der Radweg als Tatort blieb für die Spurensuche abgesperrt.

Unabhängig von der Fahndung in der Innenstadt eilten zeitgleich weitere Streifenwagen aus dem Nordkreis in Richtung Deilinghofen, weil aus der Zentralen Unterbringungseinrichtung für Flüchtlinge eine Bedrohung gemeldet worden war.

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