Bauen

Ärger wegen verzögertem Haltestellenumbau am Schmandbruch

Die Bushaltestelle an der Georg-Müller-Schule in Volmarstein wurde behindertengerecht umgebaut. Mutter Kerstin Kowalski ärgert sich, dass das nicht in den Schulferien passiert ist und die Baustelle nicht fertig wird.

Die Bushaltestelle an der Georg-Müller-Schule in Volmarstein wurde behindertengerecht umgebaut. Mutter Kerstin Kowalski ärgert sich, dass das nicht in den Schulferien passiert ist und die Baustelle nicht fertig wird.

Foto: Nadine Przystow / WP - Wetter

Wetter.  Die Bushaltestelle ist zwar wieder freigegeben, dennoch fragen sich die Eltern, warum solche Arbeiten nicht in den Ferien durchgeführt werden.

Die Bushaltestelle an der Georg-Müller-Schule in Volmarstein wurde barrierefrei umgebaut. An sich eine gute Sache. Doch Eltern ärgern sich, dass die Arbeiten erst Anfang September, also nach den Sommerferien, begonnen haben. Denn an der Haltestelle steigen zahlreiche Schüler ein und aus. Am Mittwoch hieß es dann auf Anfrage unserer Zeitung von der Stadt: „Die neu gestaltete Haltestelle ist abgenommen und freigegeben.“

Allerdings sollte sie nur bis zum 9. Oktober gesperrt sein. So stand es jedenfalls noch am 11. Oktober, dem letzten Schultag vor den Herbstferien, auf einem Informationsblatt in einem der drei Wartehäuschen. „Das ist ein Ding der Unmöglichkeit“, sagt Kerstin Kowalski bei einem Vor-Ort-Termin.

„Hier passiert seit Tagen nichts mehr“, so die Mutter weiter. Noch immer verhinderten vier Warnbaken die Einfahrt von Bussen. Dabei habe die Baustelle bereits am 1. Oktober so ausgesehen wie jetzt und schien abgeschlossen zu sein. „Wir möchten wenigstens von der Stadt informiert werden“, spricht die 50-Jährige für die betroffenen Eltern und Anwohner.

An der Georg-Müller-Schule halten die Buslinien 553 und 555, die die Haltestellen zwischen Hagen Westerbauer und dem Herrentisch in Herdecke bedienen. Kerstin Kowalskis achtjährige Tochter besucht die Grundschule Volmarstein und fährt daher unter der Woche jeden Tag mit dem Bus.

Haltestelle ist stark frequentiert

So wie „Hunderte“ andere Schüler auch, sagt Vater Holger Kowalski: „Vom Schmandbruch aus fahren viele zum Gymnasium sowie zur Sekundarschule am See in Alt-Wetter und eben zur Grundschule.“ Um so mehr ärgert es ihn, dass der Umbau der Haltestelle außerhalb der Ferien erfolgt ist: „Das ist grob fahrlässig.“

Denn die Ersatzhaltestelle sei nicht ganz ungefährlich. Sie war auf der gleichen Seite etwa 80 Meter weiter die Vogelsanger Straße eingerichtet worden. Dort ist der Gehweg allerdings sehr schmal. 1,50 Meter schätzt Holger Kowalski. Morgens sowie nach der Schule sei es mit der Menge an Schüler ziemlich eng geworden.

Wer vom Kreisverkehr aus hoch läuft, musste während der Bauarbeiten einen kleinen Umweg in Kauf nehmen, da die Seite der Haltestelle für Fußgänger gesperrt war. Für die die Betroffenen ging es den Bürgersteig auf der gegenüberliegenden Seite etwa 150 Meter bis zur nächsten Verkehrsinsel hinauf, um dort sicher über die Straße gehen zu können.

„Die Haltestelle sollte ursprünglich in den Herbstferien umgebaut werden“, so Jens Holsteg, Pressesprecher der Stadt Wetter. Doch habe die beauftragte Firma dies „aus personellen Gründen“ nicht umsetzen können. An der Haltestelle wurden ein Blindenleitsystem eingerichtet und der Buskap für einen barrierefreien Einstieg in den Bus angehoben.

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