Stromleitungen

Amprion baut für neue Masten in Herdecke erste Gerüste auf

Eine Firma baut im Auftrag von Amprion an der Gahlenfeldstraße im Gewerbegebiet ein Gerüst auf, damit der Netzbetreiber neue Masten setzen kann.

Eine Firma baut im Auftrag von Amprion an der Gahlenfeldstraße im Gewerbegebiet ein Gerüst auf, damit der Netzbetreiber neue Masten setzen kann.

Foto: Steffen Gerber

Herdecke.  Der Netzbetreiber Amprion wird nun auch im Straßenbild von Herdecke sichtbar. In Ende laufen vorbereitende Maßnahmen (Gerüstbau) für neue Masten

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Seit einiger Zeit bereits bereitet Netzbetreiber Amprion den umstrittenen Bau einer 380-Kilovolt-Höchstspannungsfreileitung auch durch Herdecke vor, die die Bezirksregierung Arnsberg 2018 für den Abschnitt Dortmund-Kruckel bis Hagen-Garenfeld genehmigt hatte.

Nun sind im öffentlichen Straßenbild konkrete Aufbauten zu erkennen. Die von Amprion beauftragte Firma CTeam ist mittlerweile in Herdecke aktiv, zu sehen etwa im Gewerbegebiet an der Gahlenfeldstraße in Ende. Dort entsteht aktuell das Gerüst für ein so genanntes Baueinsatzkabel-Provisorium.

Verkehr nicht beeinträchtigen

„Ab kommendem Montag werden wir verstärkt bauvorbereitende Maßnahmen in Form vom Aufbau der Schutzgerüste und Kabelbrücken treffen“, teilt Amprion-Sprecherin Mariella Raulf auf Anfrage mit. Diese Maßnahmen dienen demnach einem möglichst reibungslosen Bauablauf und sie sollen verhindern, dass der Straßenverkehr in Herdecke an einigen Stellen beeinträchtigt werde.

„Darüber hinaus starten wir die so genannte Verpflockung der zukünftigen Maststandorte und stoßen anschließend die vorgeschriebene Kampfmittelüberprüfung an, die von der Bezirksregierung Arnsberg geprüft wird“, so die Amprion-Mitarbeiterin aus der Abteilung Unternehmenskommunikation und digitale Medien. Nach einer anschließenden Freigabe durch die Bezirksregierung Arnsberg könne der Netzbetreiber mit den weiteren Baumaßnahmen für die Mastgründungen beginnen.

Unternehmerisches Risiko

Wie berichtet, haben Herdecker Bürger gegen das Bauvorhaben eine Klage am Bundesverwaltungsgericht eingereicht. Diese hat aber keine aufschiebende Wirkung. Gleichwohl agiert der Netzbetreiber derzeit auf eigenes unternehmerisches Risiko: Sollten die Richter dieser Klage stattgeben, müsste Amprion womöglich vorgenommene Maßnahmen wieder zurückbauen.

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