Freizeit

Freibad und Hallenbad Herdecke: Offene Fragen vor Sanierung

Das Freibad am Bleichstein, das 2020 komplett geschlossen war, soll 2021 wieder öffnen und dann in den nächsten Jahren saniert werden.

Das Freibad am Bleichstein, das 2020 komplett geschlossen war, soll 2021 wieder öffnen und dann in den nächsten Jahren saniert werden.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Herdecke  Das Freibad am Bleichstein soll 2021 öffnen, wenn die Filter repariert sind. Politik in Herdecke muss Antrag für Hallenbad beschließen.

Klar ist: Herdecke bekommt Fördergeld für die Sanierung des städtischen Freibads. Wer sich näher mit dem Dauerthema befasst, stellt aber fest: Es gibt weiterhin mehr offene Fragen als konkrete Antworten, wie es am Bleichstein weiter geht.

Vor diesem Hintergrund überrascht eine Anfrage der SPD nicht. Die Fraktion bittet die Stadtverwaltung, im nächsten Fachausschuss den Stand der Dinge darzustellen. Die Sozialdemokraten fragen auch nach den Kosten, die bis zum Beginn der Sanierungsarbeiten für den Betrieb des Freibads anfallen. Dabei zitiert die SPD einen im November vorgestellten Zeitplan für die Sanierung mit Planungs‐ und Ausschreibungsphase. Dauer: 21 Monate und dann 15 Monate für die Bauarbeiten inklusive Inbetriebnahme (insgesamt also drei Jahre). Somit fragt sich die SPD-Fraktion, ob der Baubeginn erst nach der Badesaison 2023 zu erwarten ist.

Heißt im Umkehrschluss: Nachdem das Freibad 2020 wegen Problemen an der Filteranlage komplett geschlossen war, soll es ab diesem Jahr bis zur Klärung der Sanierungsfragen wieder öffnen. Das geht auch aus Unterlagen hervor, die die Stadtverwaltung für den nächsten Sitzungsblock der Politik veröffentlicht hat. Eine Wiederinbetriebnahme scheint aber wegen der Corona-Lage derzeit noch nicht spruchreif. Zudem berichtete Claudia Schulte vom städtischen Gebäudemanagement, dass die Reparatur der Filter wegen der Pandemie immer wieder ins Stocken geraten sei. Ein Probelauf und die Abnahme der Arbeiten erfolge demnach erst im Frühjahr.

Unterdessen schlug die Bürgermeisterin Katja Strauss-Köster vor, aufgrund der langen Planungs- und Bauphase die übrigen Gebäude auf dem Freibadgelände ( TSG-Heim, Bleichsteinterrassen und die ehemalige Eislaufbahn) gesondert in den Blick zu nehmen. „Denkbar scheint hier eine Kooperation mit Partnern, die eine Gastronomie auch unter Einbeziehung des Ruhrtalradweges betreiben“, heißt es im Protokoll zur Sitzung des Arbeitskreises Freibad. Und: Die Verwaltung werde für die erste Ratssitzung in 2021 zu dem Themenkomplex eine entsprechende Vorlage vorbereiten.

Zwei Beschlussvorschläge für Politik

Die liegt mittlerweile vor. In dem Text zum Beschlussvorschlag geht die Stadtverwaltung auch auf das zweiteilige Verfahren ein. Um jeweils Fördergeld zu erhalten, laufen die Anträge zum Freibad und zum daneben liegenden Hallenbad getrennt. Die Unterlagen zum Freizeitbad Bleichstein inklusive Kostenkalkulation bis 2025 liegen dem Projektträger seit Herbst 2020 demnach vor. Sofern die Politik in Kürze zustimmt, soll Herdecke auch Mittel zur Sanierung des Kleinhallenbads über das Programm „Investitionspakt für Sportstätten“ beantragen.

Abschließend noch einige Zahlen. Für die grundlegende Sanierung des Freibads hat die Stadtverwaltung rund 3,7 Millionen Euro in den Jahren 2021 bis 2023 berücksichtigt, das meiste lasse sich über Fördergeld abdecken. Als Eigenanteil verbleiben demnach 422.000 Euro (den Betrag muss die Politik nun als nächstes freigeben), verteilt auf die Jahre 2021 bis 2025. Für ein erneuertes Hallenbad bräuchte es 2,396 Mio. Euro, 1,5 Mio. Fördergeld stehe in Aussicht. Im städtischen Etat sind 2021 dafür 452.915 Euro vorgesehen, 2023 dann weitere Mittel in Höhe von 1,9 Millionen.

Hintergrund: Arbeitskreis bespricht Themen

In der Regel öffnet das Herdecker Freibad rund um Pfingsten. Das bewilligte Fördergeld beträgt 2,7 Millionen Euro.

Im Arbeitskreises Freibad ging es auch um erste Detailfragen, etwa über Becken aus Edelstahl oder mit Folien verkleidet.

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