Gericht

Gericht fällt zwei Urteile gegen nicht ganz unbekannte Täter

Eine Justizia hält die Waage.

Eine Justizia hält die Waage.

Foto: David Ebener / dpa

Wetter.  Der Eine ist bereits wegen Körperverletzung verurteilt, der Andere war für die Richter auch kein Unbekannter. Jetzt ging’s um den Straßenverkehr.

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Alkoholisiert und mit Drogenresten im Blut wurde ein junger Wetteraner im Frühjahr in Hagen hinter dem Steuer eines Autos erwischt. Die fahrlässige Trunkenheitsfahrt soll den 22-Jährigen nun teuer zu stehen kommen.

In den frühen Morgenstunden des 24. Februar war der junge Mann aus Wetter in Hagen unterwegs und geriet in eine Kontrolle. Dabei kam ans Licht, dass er eine gute Stunde später noch rund 1,1 Promille hatte. Auch fanden sich in seinem Blut Abbauprodukte von Kokain und Cannabis. Die Fahrt räumte der 22-Jährige nun in seinem Prozess vor dem hiesigen Amtsgericht ein. Das sprach für ihn. Strafschärfend musste sich allerdings eine Vorverurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung auswirken. Für ihn endete der Fall letztlich mit 45 Tagessätzen à 20 Euro Geldstrafe und sechs Monaten Sperrfrist zur Erteilung einer Fahrerlaubnis.

Ohne Führerschein losgefahren

Unbelehrbar trotz einschlägiger Vorstrafen und Hafterfahrung stellte ein weiterer Wetteraner sein Glück auf die Probe und fuhr mit seinem Kleinkraftrad, obwohl ihm der erforderliche Führerschein fehlte. Er wurde erwischt und stand nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis vor dem Amtsgericht.

Seine letzte Verurteilung wegen einer Beleidigung lag nur wenige Wochen zurück, als der 44-Jährige wieder straffällig wurde. Der Mann mit bewegter Vergangenheit gab Gas und fuhr der Polizei auf der Rathenaustraße mit seinem Motorcross-Rad förmlich in die Arme. Viel hatte der Wetteraner nun im Prozess nicht zu sagen. Er beschränkte sich auf einen Satz: „Ja, ich gebe es zu, ich bin gefahren.“ Über Gründe schwieg er sich aus. Das Geständnis konnte strafmildernd berücksichtigt werden. Gegen ihn sprachen die zahlreichen, teils einschlägigen Vorstrafen und die buchstäblich rasante Rückfallgeschwindigkeit. Strafrichterin Sonja Baumann brachte es auf den Punkt: „Sie wussten, dass Sie das nicht dürfen.“ Ihr Gegenüber wollte das nicht kommentieren, akzeptierte die Strafe aber sofort: fünf Monate mit Bewährung, 200 Sozialstunden und ein Jahr Sperrfrist zur Erteilung einer Fahrerlaubnis.

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