Umwelt

Herdecker besuchen das Klimahaus in Bremerhaven

Die Bürgerstiftung Herdecke hat eine zweitägige Fahrt für Familien nach Bremerhaven ins Klimahaus veranstaltet.

Die Bürgerstiftung Herdecke hat eine zweitägige Fahrt für Familien nach Bremerhaven ins Klimahaus veranstaltet.

Foto: BürgerstiftunG

Herdecke.  Zum Klimahaus nach Bremerhaven führte eine Exkursion der Bürgerstiftung Herdecke 22 Erwachsene und 16 Kinder. Nachhaltigkeit stand im Fokus.

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Nachhaltigkeit und Generationen-Gerechtigkeit sind Themen, die auch von der Bürgerstiftung Herdecke ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden möchten. Daher hat sie eine zweitägige Exkursion zum Klimahaus in Bremerhaven organisiert und finanziert. Vorbereitet und durchgeführt wurde die Fahrt vom Büro der Bürgerstiftung, dem Kuratoriumsmitglied Dr. Claus Gößling und Alina Boldt vom Jugendamt der Stadt Herdecke im Rahmen des „Ferienfrosches“.

22 Erwachsene und 16 Kinder zwischen vier und sechs Jahren besuchten das Klimahaus, den Zoo am Meer, das Schifffahrtsmuseum oder das Auswandererhaus. Aufgeteilt in drei Gruppen, machte man sich auf den Weg entlang des achten Längengrades. Diese Rundreise um die Erde wurde in acht Stationen aufgeteilt, jeder Station waren mehrere Räume zugeteilt, in denen man zunächst per Video und Fotos einige der dortigen Einheimischen kennen lernte.

Dank der den jeweiligen Klimazonen angepassten Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten wurde man in deren Lebensumfeld hinein versetzt. So pirschte die Gruppe sich durch das Isenthal in der Schweiz, sogar ins Innere eines Gletschers, über Sardinien und das Wüstenklima im Niger. In Kamerun schwitzten alle im Regenwald, und in der Antarktis war schnell eine warme Jacke nötig, um den Forschern bei ihrer Arbeit in Eis und Schnee zuzusehen. Dann ging es auf eigene Faust entweder weiter entlang des achten Längengrades über den Südpol hinweg und dann gen Norden über das „Paradies“ der Samoa Inseln in der Südsee, Alaska, über den Nordpol und die Insel Langeness zurück nach Bremerhaven. Alternativ konnte man sich die derzeit bitteren „Perspektiven“ des weltweiten Klimawandels ansehen.

Die meisten Teilnehmer haben die letzte Stunde dann noch im „World Future Lab“ damit verbracht, sich an Computern als Klimaexperten zu versuchen. Die Konsequenzen des eigenen Handelns wurden jeweils auf eine riesige Weltkugel im Zentrum des Raumes projiziert. Übernachtet wurde in der Jugendherberge Bremerhaven, wo ein Abendessen und eine ruhige Nacht in zwölf Familienzimmern warteten. Beim gemütlichen Zusammensitzen erinnerten sich vor allem die Älteren deutlich an ihre Jugenderlebnisse in Jugendherbergen.

Nach dem Frühstück brachte der Bus die Gruppe wieder in die „Havenwelten“, wo alle nach eigenem, beziehungsweise dem Geschmack der Kinder die Zeit bis 13 Uhr verbringen konnten. Sehr beliebt waren der Zoo und das im Hafenbecken liegende U-Boot, das man komplett durchstreifen konnte. Auch das Auswandererhaus, das gleichzeitig ein Einwandererhaus ist, die Überreste einer 700 Jahre alten Hansekogge und die „Virtuelle Welt“ der Polarsterne waren besuchenswert. Auf der Rückfahrt im Bus wurde intensiv über Klimawandel und andere ökologische Themen diskutiert - damit war neben den spannenden Erlebnissen für die Familien auch ein weiteres Ziel der Exkursion erreicht. Am Ende gab es noch ein „Eis für alle“ von der Bürgerstiftung, und gegen 19 Uhr kamen alle zufrieden und etwas erschöpft wieder in Herdecke an.

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