Auszeichnung

Herdecker Grundschule wird Zentrum für Begabungsförderung

Das Foto von der Verleihung der Urkunde für das Zentrum für Begabungsförderung zeigt von links nach rechts: Konrektorin Didem Stindt, Schulleiter Matthias Wittler, Uta-Maria Diers, Dezernentin für individuelle Förderung  Arnsberg und Prof. Dr. Christian Fischer von der Uni Münster

Das Foto von der Verleihung der Urkunde für das Zentrum für Begabungsförderung zeigt von links nach rechts: Konrektorin Didem Stindt, Schulleiter Matthias Wittler, Uta-Maria Diers, Dezernentin für individuelle Förderung Arnsberg und Prof. Dr. Christian Fischer von der Uni Münster

Foto: Privat / WP

Herdecke.  In jedem Kind steckt eine Begabung. Die Werner-Richard-Schule hat nun ein Konzept entwickelt, diese rechtzeitig zu entdecken und zu fördern.

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Lesetalente, Geschichtenschreiber und kleine Künstler – es gibt viele Fähigkeiten, die die Kinder beherrschen. Damit sie in Zukunft frühzeitig erkannt und gefördert werden können, hat die Werner-Richard-Grundschule in Herdecke spezielle Konzepte entwickelt – so auch in den vergangenen drei Jahren. Nun wurde die Schule zum Zentrum für Begabungsförderung ernannt. Dabei geht es um die Förderung besonderer Fähigkeiten unter dem Aspekt von Benachteiligung und Beeinträchtigung.

2015 wurde das Projekt in 24 Schulen in NRW gestartet und konnte nun erfolgreich abgeschlossen werden. „Besondere Begabungen sind vielseitig und zeigen sich nicht immer im schulischen Kontext. Es geht uns hierbei nicht um einen hohen IQ. Jeder Mensch hat auf seinem eigenen Niveau eine besondere Fähigkeit,“ sagt Schulleiter Matthias Wittler. Wie aber erkennt man als Lehrer, welche Begabung ein Kind hat und wie kann man sie am besten fördern? Diesen Fragen seien die Mitarbeiter der Schule zu Beginn des Prozesses nachgegangen.

„Am Ende haben wir uns das Thema „literarisches Schreiben“ herausgesucht. Daran arbeiten wir derzeit mit den Kindern. Aber das braucht Zeit.“ Angedacht sei nun ein Jahr, in dem die Kinder an ihren Projekten arbeiten können. Einmal die Woche werden erste Ergebnisse präsentiert. „Wenn wir am Ende viele tolle Geschichten haben, bietet sich vielleicht auch ein Präsentationstag mit allen Kindern an“, so Wittler.

Ein Netzwerk schaffen

Der Schulleiter ist stolz, dass die Werner-Richard-Schule eine der 24 Schulen in NRW ist, die sich Zentrum für Begabungsförderung nennen dürfen. „Dadurch haben wir auch weitere Netzwerke unter den Institutionen geschaffen.“ Und Netzwerke seien gerade im Bildungsbereich sehr wichtig. Daher soll es auch in Herdecke künftig ein Netzwerk unter den verschiedenen Schulen geben. „Uns ist es wichtig, dass beim Übertritt auf eine weiterführende Schule die Kinder nicht nur das Zeugnis mitnehmen, sondern auch das, was sie als Wesen mitbringen. Häufig geht das beim Übertritt verloren.“

Seit einigen Jahren schon sticht die Werner-Richard-Schule mit dem jahrgangsübergreifenden Lernen hervor. „Uns ist es wichtig, dass die Kinder nach ihrem jeweiligem Entwicklungsstand lernen“, so Wittler. Auch andere Schulen könnten von dem Projekt der Werner-Richard-Schule profitieren. „Wir haben mittlerweile einen bunten Strauß an Konzepten, bei dem sich die Kollegen eines herausgreifen können“, sagt Wittler und lacht. Denn: „Um die verschiedenen Begabungen zu finden, muss ich auch den Unterricht entsprechend gestalten.“

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