Geschichte

Historiker aus Herdecke sagt „Danke“ mit antikem Stich

Professor Dr. Gerhard E. Sollbach schenkt dem Stadtarchiv Wetter als Dank für guten Service und Hilfsbereitschaft ein Bild von Johann Caspar Huber, das die Kuhbrücke über der Ruhr zeigt. Stephanie Pätzold, Leiterin Stadt- und Kreisarchiv, freut sich über die Gabe.

Professor Dr. Gerhard E. Sollbach schenkt dem Stadtarchiv Wetter als Dank für guten Service und Hilfsbereitschaft ein Bild von Johann Caspar Huber, das die Kuhbrücke über der Ruhr zeigt. Stephanie Pätzold, Leiterin Stadt- und Kreisarchiv, freut sich über die Gabe.

Foto: Elisabeth Semme

Wetter.  Für Service und Hilfsbereitschaft bedankte sich der Herdecker Historiker Prof. Dr. Gerhard E. Sollbach beim Archiv in Wetter nun mit einem Bild.

Mit einem ganz besonderen Geschenk überraschte Professor Dr. Gerhard E. Sollbach am Mittwochvormittag die Leiterin des Stadt- und Kreisarchivs in Wetter, Stephanie Pätzold: Er überreichte ihr das historische Bild von der Kuhbrücke über der Ruhr „als Dank für den guten Service Ihres Vorgängers Dr. Thier und nun von Ihnen in der gleichen Qualität, weil Sie immer Zeit haben und immer hilfsbereit sein“. Bislang habe er sich immer nur mit Worten bedankt; nun aber habe er seinen Dank auch sichtbar machen wollen, sagte der Herdecker Historiker beim Überreichen des Bildes. Und ergänzte: „Worte verfliegen, aber so etwas bleibt. Und so können Mitarbeiter und Besucher die schöne Kuhbrücke immer sehen.“

Mit Spezialkamera fotografiert

Professor Sollbach hatte erst kürzlich herausgefunden, dass das bislang um 1784 bis 1786 datierte Bild exakt im Jahr 1784 entstanden sein muss. „Im Stadtarchiv Wetter habe ich ein Schreiben aus dem Jahr 1802 gefunden, nachdem im Winter 1784/1785 die Brücke weggeschwemmt wurde, so dass das Bild 1784 gemacht worden sein muss. Daraufhin habe ich dem Eigentümer, dem LWL-Museum Münster, mitgeteilt, dass sie das Bild exakt auf 1784 datieren können“, so der Herdecker weiter. Er selbst schwärmt von Motiv, weil es „so herrlich romantisch“ ist. Und dann verrät er, dass er das Bild durch eine Spezialkamera mit enorm hoher Auflösung hat fotografieren lassen. „Im Institut für Raumplanung an der Uni Dortmund habe ich es dann drucken lassen. Diese Druckmaschine druckt mit Pigmenten, so dass die Farben jahrzehntelang halten und nicht verblassen“, erläutert Gerhard E. Sollbach weiter.

Am Besucherarbeitsplatz

Für das Bild im Format von 50 mal 70 Zentimetern fand Stephanie Pätzold sofort einen Platz: „Es wird künftig über unserem Nutzerarbeitsplatz hier im Archiv hängen. Dort starren die Nutzer bzw. Besucher bislang nämlich noch an eine weiße Wand. Auch unsere Praktikanten sitzen regelmäßig an diesem Arbeitsplatz“, so Stephanie Pätzold. Sie bedankte sich herzlich für das Geschenk und staunte anschließend umso mehr, als Professor Sollbach ein weiteres Bild mit der Kuhbrücke in etwas kleinerem Format an sie persönlich überreichte. „Ich freue mich sowohl privat als auch für das Archiv“, versicherte Archivleiterin Stephanie Pätzold.

Übrigens: Der Perfektion halber lieferte Professor Dr. Gerhard E. Sollbach jeweils einen goldenen Nagel zum Aufhängen der beiden Exponate gleich mit.

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