Gastronomie

Kurioses aus 80 Jahren Gastro-Geschichte in Herdecke

Sabine Preuten verkauft das alte Inventar der Kaffee-Bar des Rheinischen Hofs sowie Fundstücke und Kurioses aus 80-jähriger Gastronomie-Geschichte.

Sabine Preuten verkauft das alte Inventar der Kaffee-Bar des Rheinischen Hofs sowie Fundstücke und Kurioses aus 80-jähriger Gastronomie-Geschichte.

Foto: Elisabeth Semme

Herdecke.  Das komplette Inventar der Kaffee-Bar des Rheinischen Hofs wird noch bis Samstag verkauft. Denn dort eröffnet Sabine Preuten bald ein Bistro.

Gläser und Geschirr, Tische und Tafeln, Spiegel und Stühle, Kühlschrank und Kommode, Sessel und Sofas, Beistelltischchen und Besteck, Mikrowelle und Marmeladengläschen und vieles mehr verkauft Sabine Preuten noch bis Samstag beim Gastro-Flohmarkt im Keller des Hotels Rheinischer Hof in der Fußgängerzone. Der Grund: Sie übernimmt mit ihrem Team von der benachbarten Nudelmanufaktur Pasta Passion im September die Räume der ehemaligen Kaffee-Bar des Rheinischen Hofs, die seit Ende letzten Jahres von Jill Berghaus geführt wurde. Den Hotelbetrieb leitet nach wie vor Kirsten van Eickels, die Anfang 2011 – zunächst gemeinsam mit Anne Krüger – Hotel und Kaffee-Bar bewirtschaftete.

Fundstücke und Nützliches

„Das sind Fundstücke, die aus der 80-jährigen Gastronomiegeschichte des Hauses übrig geblieben sind“, sagt Sabine Preuten, und ihre Handbewegung unterstreicht, dass sie sämtliche Gegenstände meint, die in dem großen Kellerraum ausgestellt sind.

Um Platz für Neues zu schaffen, verkauft sie das Gastro-Zubehör und Mobiliar für kleines Geld. „Ganz früher war das hier mal Gabels Tenne, eine große Speisegastwirtschaft. Sie wurde von der alteingesessenen Herdecker Gastronomenfamilie Gabel betrieben. Damals gehörten auch noch die Räume meines Geschäfts Pasta Passion und die des Orthopäden mit dazu. Und hier im Keller konnten die Gäste auf der Bundeskegelbahn kegeln, die allerdings seit Jahren nicht mehr benutzt wird“, erzählt Sabine Preuten.

Dann hält sie kurz inne und fährt fort: „Die Kegelbahn läuft, man müsste sie nur mal warten lassen. Und natürlich müssten auch die Kellerräume komplett saniert werden, wenn man die Kegelbahn wieder aktivieren wollte.“

Idee für die Kegelbahn

Dazu müsste sie jedoch viel Geld in die Hand nehmen. „Oder man finanziert die Renovierung über Fundraising. Dann können Bürger Anteile an der Kegelbahn erwerben. Das wäre doch eine Idee. Denn die Räume sind ja wirklich kultig“, meint die Geschäftsfrau. Bereits seit September 2005 betreibt Sabine Preuten die Nudelmanufaktur an der Hauptstraße 50, direkt neben dem Rheinischen Hof, die anfangs noch den Namen „Teigwaren & mehr“ trug. Immerhin: Die Kegelbahn-Idee ist im Kopf, aber jetzt gilt es erst einmal, sich auf das neue Bistro zu konzentrieren und abzuwarten, wie diese Geschäfte laufen . . .

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