Gesundheit

Pionier-Projekt „GesundEN“ für alle neun Städte im Kreis

Begrüßen das Projekt: Nils Heinrich (Ennepe-Ruhr-Kreis), Landrat Olaf Schade, Franziska Wellmann-Peters (EN-Kreis) und der Direktor der LZG Arndt Winterer.

Begrüßen das Projekt: Nils Heinrich (Ennepe-Ruhr-Kreis), Landrat Olaf Schade, Franziska Wellmann-Peters (EN-Kreis) und der Direktor der LZG Arndt Winterer.

Foto: EN-KreiS

Ennepe-Ruhr.  In Sachen Gesundheitsförderung sind die Bedarfe in den Städten des EN-Kreises unterschiedlich. Ein Projekt soll Prävention vor Ort stärken.

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Vielfalt ist Stärke, aber auch Herausforderung. Das gilt ebenso für die Gesundheitsförderung im Ennepe-Ruhr-Kreis. Die neun Städte des Kreises haben ganz unterschiedliche Bedarfslagen, städtisch-industrielle Strukturen in Witten ebenso wie dörflich-ländliche Gegenden in Breckerfeld oder in Stadtteilen von Sprockhövel. In dem Projekt „GesundEN“ macht sich nun erstmals ein Kreis gemeinsam mit seinen Städten auf den Weg, diese Vielfalt zu wahren und den vielen einzelnen Aktivitäten durch einen stimmigen Gesamtrahmen gleichzeitig mehr Kraft und Wirkung zu geben.

Das Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG.NRW) unterstützt das Projekt für drei Jahre mit 220 000 Euro. „Gute Gesundheitsförderung muss nah an den Menschen sein und darf sich trotzdem nicht im klein-klein verlieren. Im Ennepe-Ruhr-Kreis haben wir Akteure gefunden, die diese Herausforderung annehmen und neue Wege erproben“, sagt Arndt Winterer, Direktor des LZG.NRW. Profitieren sollen davon vor allem die 325 000 Menschen vor Ort. In Kreisen mit ihren eigenständigen Städten und Gemeinden ist dieses stimmige Handeln schwieriger als in kreisfreien Städten. Entscheidend für das Projekt „GesundEN“ ist deshalb, dass das Vorhaben die Rückendeckung aller neun Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Kreis hat.

„Interkommunale Zusammenarbeit ist im Ennepe-Ruhr-Kreis gelebte Praxis und „GesundEN“ zeigt, dass für das Wohlergehen der Bürgerinnen und Bürger alle an einem Strang ziehen“, freut sich Landrat Olaf Schade über den Start des Pionier-Projektes. Von dem Geld wird u.a. eine Stelle im Ennepe-Ruhr-Kreis finanziert, die jetzt vergeben wurde: Franziska Wellmann-Peters ist ab sofort als Projektkoordinatorin „GesundEN“ aktiv, angebunden an die Kommunale Gesundheitskonferenz des Kreises. Die 24-Jährige wird in allen Städten des EN-Kreises Runde Tische für Gesundheitsförderung und Prävention aufbauen. An diesen Runden Tischen sollen zum einen die lokalen Akteure passgenaue gesundheitsförderliche Maßnahmen für die Stadtteile entwickeln. Gleichzeitig werden die Runden Tische in die Entwicklung eines kreisweiten Präventionskonzepts eingebunden, auf dessen Grundlage dann örtlich passgenaue, bedarfsgerechte und kreisweit stimmige Förderanträge auf Mittel des Präventionsgesetzes formuliert werden sollen. Auf die Zusammenarbeit mit den Akteuren aus den verschiedenen Städten freut sich die 24-Jährige schon sehr.

Präventionsgesetz aus 2105

Das 2015 verabschiedete Präventionsgesetz stärkt die Bedeutung der Prävention und setzt dabei nicht zuletzt auf die gesundheitsförderliche Gestaltung kommunaler Lebenswelten wie Kitas und Schulen. Die Landesrahmenvereinbarungen in NRW hat diese Schwerpunktsetzung aufgenommen. Einen besonderen Schwerpunkt legt sie auf die Prävention für Kommunen sowie benachteiligte Bevölkerungsgruppen.

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