Ruhrwerk

400 Herner kamen zur Ruhrwerk-Party für den guten Zweck

Netzwerken, Spaß haben - und Gutes tun. Das ist das Ziel der Ruhrwerk-Party.

Netzwerken, Spaß haben - und Gutes tun. Das ist das Ziel der Ruhrwerk-Party.

Foto: Klaus Pollkläsener / FUNKE Foto Services

Herne.  Rund 400 Herner feierten am Samstagabend wieder die Netzwerkparty des Vereins Ruhrwerk - und spendeten Geld für Hilfsprojekte für Kinder.

2009 war es, als der Herner Verein Ruhrwerk zum ersten mal zu seiner Party lud. Zehn Jahre später ist die Netzwerkparty ein fester Bestandteil des Herner Gesellschaftslebens. Am Samstag war es wieder so weit: Rund 400 Gäste feierten in der Mulvany-Villa - ohne jedoch den guten Zweck zu vergessen: Geld für Projekte zu spenden, mit denen benachteiligten Kindern in Herne geholfen wird.

Die Bilanz aus dem vergangenen Jahr ist beeindruckend. Rund 70.000 Euro flossen in verschiedene Hilfsprojekte, verkündete Cordula Klinger-Bischof, Vorsitzende von Ruhrwerk. „Bildung in jeglicher Form zu fördern, das ist unser Ziel“, sagt Klinger-Bischof. In der Regel profitieren mehr als 300 Kinder von der Ruhrwerk-Unterstützung. Die Resonanz zeige, dass der Verein auf dem richtigen Weg sei.

Projekt für „starke Jungs“

Sie erinnerte auch daran, „dass alles, was wir tun oder nicht tun, eine nachhaltige Wirkung auf die Zukunft hat“. Kindern müsse eine lebenswerte Zukunft hinterlassen werden. Bei den Friday-for-Future-Demonstrationen sehe man, welches Potenzial in den jungen Menschen stecke, aber auch, welche Hilfe sie benötigten.

Zwei der Projekte wurden am Samstagabend stellvertretend vorgestellt. So erläuterte Nicole Nowak, Schulleiterin des Haranni-Gymnasiums, „Starke Jungs“. Dabei lernten die Jungen Empathie und Teamfähigkeit, aber auch die Fähigkeit, sich selbst besser einzuschätzen. Nach den Worten von Nowak muss eine erhöhte Aufmerksamkeit auf Jungen gelegt werden, da sie in vielen Belangen inzwischen von Mädchen überholt worden seien.

Pony Paul schafft Magie

Reitlehrerin und Therapeutin Julia Große-Lahr erläuterte die Reittherapie. Dabei kommen Gehörlose, aber auch Kinder mit anderen Handicaps unter anderem in Kontakt mit den Ponys Paul und Bert. Und gerade Paul schaffe es, eine Magie zwischen Kind und Pferd zu zaubern. Dabei entstehe ein Dialog, der auch ohne Sprache funktioniere.

Als Ort der Party hatte Ruhrwerk diesmal das Casino der historischen Mulvany-Villa gewählt. Die ehemalige RAG-Zentrale hat sich erst im vergangenen Jahr mit der Übernahme durch die Fakt AG und die Entwicklungs des Shamrockparks der Öffentlichkeit geöffnet. Viele Besucher hatten erstmals die Chance, Villa und Gelände in Augenschein zu nehmen. „Hausherrin“ Janina Wrobel teilte den Gästen mit, dass der Shamrockpark mittlerweile zu 80 Prozent mit neuen Mietern belegt sei.

Nach dem offiziellen Teil nutzten die Gäste den Abend für viele gute Gespräche und feierten bei (Live)-Musik bis tief in die Nacht.

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