Bäder

Beschwerde über Entenfütterung: Herner Badegast rausgeworfen

Klaus Dieter Rudel ist sauer: Im Südpool habe er Hausverbot nach seiner Kritik an der Entenfütterung, sagt der 69-Jährige.

Klaus Dieter Rudel ist sauer: Im Südpool habe er Hausverbot nach seiner Kritik an der Entenfütterung, sagt der 69-Jährige.

Foto: Svenja Hanusch

Herne.  Stammgast Klaus Dieter Rudel hat sich im Herner Südpool über Entenfütterung beschwert. Nach einem Wortgefecht musste er seine Sachen packen.

Es sollte ein schöner Samstag im Südpool werden. Doch die Absicht von Stammgast Klaus Dieter Rudel wurde durchkreuzt. Keine halbe Stunde habe es gedauert, dann „erhielt ich für eine Woche Hausverbot“, erzählt der 69-Jährige.

Nach seinen Schilderungen soll sich folgender Vorfall ereignet haben: Gegen 13 Uhr habe er den Südpool betreten und wenige Minuten später eine Mitarbeiterin dabei beobachtet, als sie im Außenbereich des Schwimmbads in Herne-Süd Enten gefüttert habe. Da die Tiere für „Verunreinigungen der Bäder und im Liegebereich“ sorgen, wie es der Herner formuliert, habe er die Beschäftigte angesprochen und gefragt, ob das Füttern auch zu ihren Aufgaben während der Arbeitszeit gehöre.

Als Antwort habe er zu hören bekommen, dass ihn das überhaupt nichts angehe und auch nicht zu interessieren habe. Rudel schreibt in seinem Brief an die Redaktion: „Es geht mich als zahlender Jahreskarten-Inhaber wohl etwas an“.

Aufforderung: Gast soll sofort das Bad verlassen

Die Mitarbeiterin habe dann ihren Kollegen informiert. Aus dem Schwimmbecken heraus sprach Rudel dann nach eigener Darstellung die beiden an. Er selbst habe noch den Versuch unternommen, „den Vorfall zu bereinigen“, was ihm aber nicht gelungen sei. Der Gast räumt ein, dass durchaus der Satz gefallen sei, er werde sich „über Sie beschweren“. Gemeint waren die zwei Mitarbeiter. Wenn das nicht helfe, würde er auch weitere Schritte einleiten.

Vier Minuten später sei der Mitarbeiter, an den sich die Beschäftigte gewandt habe, mit den Worten erschienen, dass er sofort das Bad verlassen solle und bis zum Samstag Hausverbot habe. Auf die Frage nach den Gründen habe er zu hören bekommen, dass man sich durch ihn bedroht fühle. Rudel berichtet weiter, es sei ihm untersagt worden, Fotos von dem Mitarbeitern zu machen. Ein Handy habe er aber sowieso im Schwimmbad nicht mit sich geführt. Er wisse zudem, dass Fotografieren im Südpool verboten sei.

Beschwerde bei den Stadtwerken eingelegt

Nach dem Rauswurf legte Rudel, der in der Jean-Vogel-Straße wohnt und damit nur wenige Hundert Meter vom Südpool entfernt, Beschwerde bei den Stadtwerken als Betreiber des Bades ein. Sprecherin Angelika Kurzawa berichtete auf Anfrage, dass das Schreiben eingegangen sei. Das Unternehmen habe geantwortet, dass es die Angelegenheit an die Herner Bädergesellschaft weitergeleitet habe. Das Personal des Südpools sei dort beschäftigt. Die Beschwerde werde zeitnah behandelt, hieß es in der Antwort der Stadtwerke weiter. In der städtischen Bädergesellschaft wird der Vorfall geprüft, so Stadtsprecher Michael Paternoga. „Dies wird ein paar Tage dauern“.

Das Südpool hatte in der Vergangenheit bereits Probleme mit dem Federvieh: Gänse verdreckten mit ihren Hinterlassenschaften das Gelände und verdarben Gästen den Badespaß.

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