Cranger Weihnachtszauber

Cranger Weihnachtszauber: Das soll 2019 besser funktionieren

Sebastian Küchenmeister (l.) und Dominik Hertrich diskutieren mit den Anwohnern über die Parksituation und die Sauberkeit.

Sebastian Küchenmeister (l.) und Dominik Hertrich diskutieren mit den Anwohnern über die Parksituation und die Sauberkeit.

Foto: Klaus Pollkläsener / FUNKE Foto Services

Herne.  Damit der diesjährige Cranger Weihnachtszauber reibungslos ablaufen kann, diskutieren Anwohner mit den Veranstaltern. Das wurde kritisiert.

Im vergangenen Jahr fand auf dem Cranger Kirmesplatz zum ersten Mal der Cranger Weihnachtszauber statt, ein Weihnachtsmarkt mit Märchenwald, Gastronomie und Fahrgeschäften. Bei der Premiere im Winter 2018 kamen 150.000 Besucher nach Crange, was zu Problemen führte: Verstopfte Straßen, fehlende Parkplätze und Müll in den Vorgärten der Anwohner. Damit beim zweiten Cranger Weihnachtszauber, der vom 21. November bis zum 30. Dezember steigt, auch diese „Kinderkrankheiten“ der Vergangenheit angehören, trafen sich die Veranstalter am Montagabend mit 60 Anwohnern zum Gespräch im Hof der Drogerie Meinken.

Die Weihnachtszauber-Veranstalter Sebastian Küchenmeister und Firmensprecher Dominik Hertrich betonen ihr Interesse an einer reibungslosen Veranstaltung – auch für die Anwohner: „Wir haben immer ein offenes Ohr für ihre Sorgen und werden alles, was möglich ist, in ihrem Interesse umsetzen“, sagt Hertrich. Die „größte Baustelle“ sei im vergangenen Jahr die Zufahrt der Anwohner nach Crange und zur Cranger Kirche gewesen, so Hertrich.

Mehrere Maßnahmen sollen Staus verhindern

Um Staus und vergebliche Parkplatzsuche zu verhindern, gebe es in diesem Jahr verschiedene Maßnahmen. „Unsere drei Parkplätze, an der Monzabahn, sowie westlich und östlich am Veranstaltungsgelände wurden im vergangenen Jahr von Fremdfirmen bewirtschaftet“, berichtet Hertrich.

Dabei sei einiges nicht zur Zufriedenheit der Veranstalter abgelaufen, aufgrund dessen werde der Veranstalter die Parkplätze in diesem Jahr selbst bewirtschaften und diese gut ausschildern und beleuchten. Zusätzlich werde es eine „Bimmelbahn“ geben, die Besucher vom Parkplatz zur Veranstaltung bringe.

Fahrspur für Anwohner soll die Anfahrt erleichtern

An der Heerstraße werde zudem eine Schranke mit Zufahrtskontrolle eingerichtet und eine Fahrspur für die Parkplatzeinfahrt, eine für die Parkplatzausfahrt, sowie eine Fahrspur ausschließlich für Anwohner eingerichtet, kündigt Hertrich weiter an.

„Bei uns haben die Ordner an die Hauswände gepinkelt“, ärgert sich Stephanie Kraus. Zudem sei eine Frau, die ihre 90-Jährige Mutter pflegt, trotz Absprache nicht durch die Zufahrtskontrollen gelassen worden. Hertrich zeigt sich entsetzt über das Wildpinkler-Verhalten der Ordner: „Das war mir nicht bewusst, aber auch wir waren mit der Securityfirma nicht zufrieden und haben sie für dieses Jahr gewechselt.“

Büro auf dem Gelände soll besser besetzt sein

Er verspricht, dass in diesem Jahr die Ausgabe der Anwohner-Parkausweise unkomplizierter laufen werde und dass im Zweifel für die Anwohner entschieden werde – auch im individuellen Fall: „Wie werden die Ordner briefen, dass wenn jemand glaubwürdig darstellt, dass er Zufahrt benötigt, um beispielsweise eine ältere Dame zu pflegen, er selbstverständlich unbürokratisch durchgelassen wird.“

Der Veranstalter betreibt ein Büro auf dem Gelände, dies ist bei Problemen die Anlaufstelle der Anwohner. „Das Büro war im letzten Jahr kaum besetzt und wenn, wurde man patzig abgewimmelt“, beschwert sich Anwohnerin Sylvia Cedziwoda. Hertrich: „Wir waren bei unserer Premiere leider unterbesetzt, das wird aber in diesem Jahr nicht der Fall sein.“

Anwohner bringen sich mit Vorschlägen ein

Die Anwohner Elke und Peter Kern liefern einen guten Vorschlag: „Die Heerstraße und die Rathausstraße waren fast durchgängig verstopft, da die Besucher nicht wussten, dass sie dort für einen Parkplatz fünf Euro zahlen müssen“, so Peter Kern. Die Fahrer hätten dort gewendet und alle anderen steckten im Stau fest. „Wenn schon früher auf der Strecke mit Plakaten auf die Gebühr aufmerksam gemacht würde, könnte man die Staus an der Stelle verhindern.“ Das werde aufgenommen und geprüft, so Hertrich.

Auch Jasmin Heimann hat sich eine Lösung für die fehlenden Anwohner-Parkplätze überlegt: „Man könnte hinter dem Wanne 11 Platz einen Anwohnerparkplatz einrichten, so wie während der Kirmes“, schlägt sie vor. Hertrich: „Auch das prüfen wir, die Einrichtung von Anwohner-Parkplätzen kann aber nur in Zusammenarbeit mit der Stadt Herne realisiert werden.“ Hertrich meint abschließend: „Das war ein sehr produktiver Abend mit vielen guten Ansätzen“.

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