Demonstration in Herne

Gewerkschaftsbund zeigt am 1. Mai klare Kante für Europa

Die Maidemonstration im vergangenen Jahr.

Die Maidemonstration im vergangenen Jahr.

Foto: Dietmar Wäsche

Herne.   Am 1. Mai finden eine Demonstration und eine anschließende Kundgebung vor dem Herner Rathaus statt. Der DGB Herne ruft zur Teilnahme auf.

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Der Tag der Arbeit ist für den Deutschen Gewerkschaftsbund in Herne wie immer ein Tag der Kundgebung für bessere Arbeitsbedingungen und gegen soziale Ungerechtigkeit. Diesmal kommt das ausdrückliche Bekenntnis zur Europäischen Union hinzu und der Aufruf, am 26. Mai sein Kreuzchen zu machen – und zwar an der richtigen und nicht an der rechten Stelle.

Der DGB-Stadtverband Herne lädt zur Maikundgebung am 1. Mai, ab 11 Uhr auf dem Rathaus-Vorplatz in Herne-Mitte ein. Bereits um 10 Uhr treffen sich Arbeitnehmer zur Demonstration am Denkmal an der Bebelstraße und ziehen von dort um 10.30 Uhr über den Westring in Richtung Rathaus.

Dort richten sich Eric Lobach, DGB-Vorsitzender, Oberbürgermeister Frank Dudda und Sabine Uhlenkott ans Publikum. Letztere ist Leiterin des Verdi-Fachbereiches Gemeinden und kommt aus Herne, wo sie vor ihrer Zeit als Verdi-Beschäftigte als Erzieherin arbeitete.

Erbsensuppe und Gegrilltes

Auf die Hungrigen warten Erbsensuppe aus der Gulaschkanone und ein Grill, die Durstigen erwartet Bier und Limonade, und die Kinder können sich auf Hüpfburg, Glücksrad und Nagelbalken freuen. Zum ersten Mal sind sie auch eingeladen, ihre Kinderzimmer zu plündern und gebrauchtes Spielzeug innerhalb des Kinder- und Jugendtrödelmarktes zu verkaufen.

Musik kommt von einem DJ, auf dem Demonstrationszug geht eine Samba-Gruppe mit. „Am 26. Mai ist es wichtig, dass das Wahlrecht von möglichst vielen Bürgern wahrgenommen wird“, ruft Eric Lobach zur Teilnahme an der Europawahl auf. Verdi-Sekretär Norbert Arndt ergänzt: „Es reicht nicht, dazu aufzurufen, die AfD nicht zu wählen. Wir brauchen vielmehr in Deutschland und Europa eine Politik, die rechten und populistischen Parteien von vorne herein das Wasser abgräbt.“ Schuld an der Entwicklung sei ein Erstarken neoliberaler und marktradikaler Politik in den vergangenen Jahren.

„Am 1. Mai zeigen wir klare Kante gegen Rechts und alle, die unser Land und Europa spalten wollen“, heißt es im Aufruf des DGB zum Maifeiertag: „Wir sagen Nein zu Intoleranz, Rassismus und Rechtspopulismus“, machen die Gewerkschaften deutlich. Die Brexit-Abstimmung in Großbritannien und ihre Folgen hätten gezeigt, wohin es führe, wenn diejenigen die Oberhand gewinnen, die Ängste schüren, aber keine Konzepte für die Zukunft haben.

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