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„Herne liest vor“: Netzwerk wirbt für den 15. November

Dorothé Schlautmann, Ingrid von der Weppen, Mechthild Greifenberg, Hermann Kretschmann und Beate Tschöke (v.l.) werben für den Vorlesetag am 15. November.

Dorothé Schlautmann, Ingrid von der Weppen, Mechthild Greifenberg, Hermann Kretschmann und Beate Tschöke (v.l.) werben für den Vorlesetag am 15. November.

Foto: Rainer Raffalski / FUNKE Foto Services

Herne.  Am kommenden Freitag ist Vorlesetag. Das Netzwerk „Herne liest vor“ nutzt ihn, um mit vereinten Kräften für das Lesen und Vorlesen zu werben.

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„Sport und Bewegung“ lautet das Motto des diesjährigen Vorlesetages. Unter dem Titel „Herne liest vor“ hat die Stadtbibliothek Herne mit dem Ehrenamtsbüro, der „Bücherbande“, der Caritas und dem Verein „Mentor - Die Leselernhelfer“ ein neues Netzwerk ins Leben gerufen. Über 20 Aktionen planen die Akteure am Freitag, 15. November.

Vorlesen in Büchereien, Schulen und Kindergärten

„Wir legen den Fokus aufs Lesen und Vorlesen“, betont Ingrid von der Weppen, Leiterin der Stadtbibliothek Herne. Beides fördere nachweislich die Entwicklung der Kinder – nicht nur im Bereich der Sprache. „Durch den Verbund können wir nicht nur in Mitte und Wanne vorlesen, sondern auch in Kindergärten und Grundschulen.“

In der Stadtbibliothek in Herne startet das Programm um 10 Uhr. Guido Drongowski, ehemaliger Eishockeyprofi und Michel Ackers, Kapitän der ersten Mannschaft Herner EV, lesen und erzählen von ihrem Sport. Zeitgleich lauschen die Kinder der Kita Arche Noah Bewegungsgeschichten. In Wanne gibt es ab 16 Uhr Rittergeschichten mit Spiel und Spaß und einem Ritterparcours für Kinder ab fünf Jahren.

20 Ehrenamtliche im Einsatz

„Unsere Ehrenamtlichen lesen normalerweise einmal in der Woche in den Kitas vor“, erklärt Beate Tschöke vom Ehrenamtsbüro. Rund 20 Ehrenamtliche werden am Vorlesetag im Einsatz sein. Der Caritasverband hat seit 2013 eine Kooperation mit der Grundschule Kunterbunt. „Unser Schwerpunkt liegt darauf, die Leselust zu fördern“, erklärt Mechthild Greifenberg von der Caritas. Am Vorlesetag lesen die Ehrenamtlichen klassenweise vor.

Viele Kinder seien es nicht gewohnt, dass man ihnen vorliest. „Wir hoffen, dass die Kinder zuhause von dieser positiven Erfahrung erzählen und so ihre Eltern motivieren, mit ihnen gemeinsam zu lesen.“ Gleiches hofft auch Hermann Kretschmann vom Verein „Mentor - Die Leselernhelfer“: „Ich will Vorlesen und Bewegen miteinander verbinden“, verrät er. Dazu liest er die Geschichte „Freiheit für die Gummibärchen“, die Kinder dürfen dabei die Gummibärchen spielen. Dieser Ansatz sei nicht schlecht: „Die Kinder können sich durch Bewegung besser auf die Geschichte konzentrieren“, sagt Dorothé Schlautmann, Leiterin der Kinder- und Jugendbibliothek.

Naturwissenschaftliche Phänomene spannend vermitteln

Das Netzwerk soll auch über den Vorlesetag hinaus bestehen bleiben. „Wir planen, eine gemeinsame Fortbildung für Lesepaten zum Thema ‚MINT vorlesen‘“, sagt Beate Tschöke. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Naturwissenschaftliche oder technische Phänomene lassen sich über spannende Geschichten erklären und erzählen. Mechthild Greifenberg ergänzt: „Das ist das Schöne am Netzwerk. Wir können Angebote bündeln und die Ehrenamtlichen können sich untereinander ganz anders austauschen.“

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