Bürgerinitiative

Herner BI überreicht OB 2125 Unterschriften für Stadtwald

Vorm Herner Rathaus gab BI-Sprecher Heinrich Kill (2.v.li.) einem WDR-Team ein Interview - und ließ dafür OB Frank Dudda im Rathaus trotz eines fest vereinbarten Termins erst einmal stehen und warten.

Vorm Herner Rathaus gab BI-Sprecher Heinrich Kill (2.v.li.) einem WDR-Team ein Interview - und ließ dafür OB Frank Dudda im Rathaus trotz eines fest vereinbarten Termins erst einmal stehen und warten.

Foto: Lars Christoph

Herne.  Die Bürgerinitiative Stadtwald hat Hernes OB Frank Dudda mehr als 2000 Unterschriften überreicht. Welche Rolle dabei eine Wäscheleine spielte.

Bereits die Länge der am Eingang des Rathauses gespannten Leine verrät: Hier verleiht jemand seiner Forderung großen Nachdruck. Listen mit insgesamt mehr als 2100 Unterschriften hat die Bürgerinitiative Stadtwald am Montagnachmittag aufgehängt. Der Adressat: Oberbürgermeister Frank Dudda.

Im Foyer des Herner Rathaus erläutert der mit Delegation und Plakaten angerückte BI-Sprecher Heinrich Kill der Stadtspitze die Aktion: Die Unterzeichner setzten sich für den kompletten Erhalt der Grünzone und gegen Gewerbeansiedlungen auf dem Blumenthal-Gelände in Wanne-Süd sein, sagt er.

Initiative warnt vor Rechtsruck

In nur vier Monaten - von Ende Mai bis Anfang September - habe die BI bei mehreren Gelegenheiten diese 2125 Unterschriften gesammelt und dafür nicht mal Info-Stände aufgebaut. Im Schnitt acht von zehn angesprochen Bürgern hätten sich hinter ihr Anliegen gestellt, erzählt Kill.

Diesen „erklärten Willen der Bevölkerung“ könne die Stadt nicht außer Acht lassen, sagt der BI-Sprecher zu Frank Dudda. Wenn die Verwaltung dies einfach ignoriere, müsse man sich nicht wundern, wenn Bürger rechte Parteien wählten.

Frank Dudda auf Konsenskurs

Der Oberbürgermeister ist auf Konsenskurs. „Wir setzen den Dialog fort und haben Ihre Interessen im Blick“, sagt er. Vor einer Beschlussfassung für Blumenthal werde er sich im Dezember/Januar mit der Initiative zusammensetzen und über die konkreten Pläne diskutieren.

„Viele Menschen denken, wir wollen hier an der Klimasituation vorbei auf Biegen und Brechen etwas entwickeln. Das ist aber nicht der Fall“, sagt Frank Dudda. Die Standpunkte von BI und Stadt seien gar nicht so weit entfernt.

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