Kommentar

Herner OB-Kandidat der Grünen muss sich erst einmal beweisen

Lars-Oliver Christoph kommentiert die sich abzeichnende OB-Kandidatur der Herner Grünen.

Lars-Oliver Christoph kommentiert die sich abzeichnende OB-Kandidatur der Herner Grünen.

Foto: Antonia Huber / funkegrafik nrw

Herne.  Pascal Krüger soll für die Grünen bei der OB-Wahl antreten. Für WAZ-Redakteur Lars-O. Christoph ist dies naheliegend, aber auch eine Wundertüte.

Die Kandidatenliste für die Oberbürgermeisterwahl im September 2020 füllt sich. Dass die Grünen voraussichtlich mit Pascal Krüger einen ausgewiesenen Umweltexperten nominieren werden, ist in Zeiten des Klimawandels und von Fridays for Future zunächst mal naheliegend.

Der 34-Jährige hat in den vergangenen Jahren im Umweltausschuss einen sehr guten Job gemacht und als Oppositionspolitiker der rot-schwarzen Betonmehrheit sowie der Verwaltung immer wieder die Stirn geboten. Der Unterschied zwischen der Arbeit im Fachausschuss und einer OB-Kandidatur dürfte allerdings riesig sein. Ob Krüger im Wahlkampf in der Liga seines Vorgängers Thomas Reinke spielen kann, muss er erst einmal unter Beweis stellen.

Und mit Verlaub: Dass Krüger oder auch Timon Radicke bei der OB-Wahl 2020 einen Frank Dudda ablösen werden, erscheint zumindest aus heutiger Sicht so wahrscheinlich wie eine deutsche Fußballmeisterschaft für den VfL Bochum.

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