Ruhrparlament

Hernes OB Dudda soll Spitzenkandidat der Ruhr-SPD werden

Er will das Ruhrgebiet voranbringen: Hernes Oberbürgermeister Frank Dudda (57) soll Spitzenkandidat der Ruhr-SPD für die Wahl zum Ruhrparlament werden.

Er will das Ruhrgebiet voranbringen: Hernes Oberbürgermeister Frank Dudda (57) soll Spitzenkandidat der Ruhr-SPD für die Wahl zum Ruhrparlament werden.

Foto: Sebastian Konopka / FUNKE Foto Services

Herne.  Hernes Oberbürgermeister Frank Dudda soll Spitzenkandidat der Ruhr-SPD bei der Wahl zum Ruhrparlament werden. Das hat der 57-Jährige vor.

Frank Dudda, Oberbürgermeister in Herne, soll Spitzenkandidat der SPD bei der Wahl zum Ruhrparlament werden. Der Vorstand der Ruhr-SPD hat dem Vorschlag bereits zugestimmt. Eine Nominierung wäre „eine große Ehre und Anerkennung“, sagt Dudda zur WAZ.

Die Bürger im Ruhrgebiet können bei den Kommunalwahlen am 13. September erstmals die Vertreter der RVR-Verbandsversammlung, des Ruhrparlaments, direkt wählen. Dafür erhalten sie einen weiteren Stimmzettel. Das Ruhrparlament soll künftig aus 91 Mitgliedern bestehen; sie sind die Repräsentanten der elf kreisfreien Städte und vier Kreise im Revier.

Ruhrgebiet soll sich internationaler aufstellen

Bis zum Sommer stellen die Parteien die Listen auf, außerdem küren sie ihre Spitzenkandidaten. Hernes OB Dudda (57) soll die Ruhr-SPD im Wahlkampf anführen. Der Landesparteirat stimmt am 3. Juni über den Vorschlag aus dem Ruhrgebiet ab, anschließend findet ein Nominierungsparteitag statt. Der Spitzenkandidat der Partei mit den meisten Stimmen soll Vorsitzender im Ruhrparlament werden. Im Fall seiner Wahl wolle Dudda einen „Aufholprozess Ruhr“ starten – ähnlich dem Aufholprozess, den er in Herne eingeleitet habe. Dabei wolle er das Ruhrgebiet internationaler ausrichten. Nur so werde das Revier in der Welt stärker wahrgenommen und könne sich besser aufstellen.

Hernes SPD-Ratsherr Hendrik Bollmann, der dem Sprecherkreis der Ruhr-SPD angehört, begrüßt den Vorschlag. Dudda habe in Herne „die Ärmel hochgekrempelt“ und gezeigt, wie man „mit den Möglichkeiten selbst einer kleinen Großstadt viel erreichen kann“. Die Stadt habe sich unter ihm als Oberbürgermeister sehr gut entwickelt, sein Fokus auf Internationalität, Wissenschaft und Technik könnte eine „Blaupause“ fürs gesamte Ruhrgebiet sein.

Bollmann, auch stellvertretender SPD-Chef in Herne, will übrigens selber ins Ruhrparlament einziehen: Er will auf Listenplatz 17 kandidieren und erhofft sich damit eine realistische Chance auf einen Einzug.

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