Literatur

Literaturhaus Herne gibt Büchertipps für den Gabentisch

Immer beliebt: Bücherfreundinnen lauschen beim „Herner Bücherwinter“ den Tipps der Expertinnen.

Immer beliebt: Bücherfreundinnen lauschen beim „Herner Bücherwinter“ den Tipps der Expertinnen.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Herne.  Vier Buchexpertinnen aus dem Herner Literaturhaus-Team haben ihre aktuelle Favoritenliste zusammengestellt. Was sie dem Publikum empfehlen.

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Vielen ist es ein lieb gewonnenes Ritual: Wenn Weihnachten näher rückt, stellt das Literaturhaus Bücher für den Gabentisch vor. So auch am Montag, als Elisabeth Röttsches und ihre Kolleginnen vor vollem Haus 29 Romane, Krimis, Kinderbücher und Sachbücher im Schnelldurchlauf besprachen. Nicht unbedingt die Titel von den Bestsellerlisten, so die Literaturhaus-Chefin, aber besondere Bücher, die eine Entdeckung lohnten. Nach der Veranstaltung durfte im Laden gestöbert werden.

Norbert Gstrein oben auf der Liste

Ganz oben auf ihrer Liste: Norbert Gstrein mit „Als ich jung war“. „Stilistisch großartig und psychologisch hochinteressant“ findet Röttsches den Roman des österreichischen Buchpreisträgers um einen Fotografen. Das sei „hohe Literatur, spannend erzählt“. Eine fesselnde Handlung attestiert sie auch Rafik Schami und seinem Roman „Die geheime Mission des Kardinals“ - mit einer Leiche im Ölfass.

Die mit dem „Geisterhaus“ bekannt gewordene Isabel Allende hat „Dieser weite Weg“ vorgelegt. „Einfühlsam erzählt und leicht zu lesen“, laut Elisabeth Röttsches. Als ungewöhnliche Familiengeschichte empfiehlt sie Claire Lombardos „Der größte Spaß, den wir je hatten“. Um eine Familie geht es auch in „All unsere Jahre“, einem „poetischen ruhigen Roman“ von Kathy Page. Dror Mishanis „Drei“ gehört ebenfalls zu Röttsches’ Favoriten und mit „Federball“ hat es sogar ein Spionageroman auf ihre Liste geschafft.

Romane mit starkem Naturbezug

Verena Geiger empfiehlt unter anderem zwei Romane, in denen die Natur eine große Rolle spielt: „Der Gesang der Flusskrebse“ von Delia Owens und „Die Einsamkeit der Seevögel“ von Gøhril Gabrielsen. „Ein Kammerspiel auf engstem Raum“, sagt sie über die Geschichte einer norwegischen Wissenschaftlerin. Eher düster geht es in „Melmoth“ von Sarah Perry zu, einem viktorianischen Schauerroman wie „Die Ewigkeit in einem Glas“ von Jess Kidd, wo die Privatdetektivin Bridie ein verschwundenes Mädchen aufspüren soll.

Spannendes stellt Inga Husemann vor: Neben ihrem Lieblingsautor Harlan Coben („Honeymoon“) führt sie die spanische Autorin Eva Garcia Saenz ein und Anna Tell aus Schweden, eine ehemalige Unterhändlerin, beide mit je zwei Krimis. Kinderbuch-Fan Barbara Strauß bringt vier Bücher mit. Besonders witzig: „Was sieht eigentlich der Regenwurm?“ von Guillaume Duprat mit Augenpartien verschiedener Tiere zum Aufklappen.

Eine Liste mit allen Empfehlungen (auch Sachbücher) gibt es in der Buchhandlung Koethers & Röttsches. Auch der zweite „Bücherwinter“-Abend am 9. Dezember ist ausverkauft.

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