Jugendkultur

Musikschule und „O“ machen die Besucher neugierig

Einmal ausprobieren: Dozent Elmar Witt (r.) zeigt Nadine Wirtz (41) mit ihren Zwillingen Niklas und Valentin (7) und Lennard Montag (18) verschiedene Blechblasinstrumente beim Tag der Offenen Tür in der Städtischen Musikschule.

Einmal ausprobieren: Dozent Elmar Witt (r.) zeigt Nadine Wirtz (41) mit ihren Zwillingen Niklas und Valentin (7) und Lennard Montag (18) verschiedene Blechblasinstrumente beim Tag der Offenen Tür in der Städtischen Musikschule.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Herne.  Gucken, erklären lassen, selber machen: In der Musikschule und im „O“ konnten am Samstag die Besucherinnen und Besucher viel ausprobieren.

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Die städtische Musikschule in der Gräffstraße ist es gewohnt, dass ihr am Tag der offenen Tür die Bude eingerannt wird. Das war auch am Samstag nicht anders, wobei das in diesem Jahr über die Grenzen der Musik hinaus reichende Programm für zusätzliches Interesse sorgte.

Besucher lernen Instrumente kennen

Die Besucher erfreuen an Bewährtem: Ein Rundgang durch die Hallen bringt ihnen in Zehnergruppen etwa das Akkordeon, die Baglama, diverse Blechbläser oder die Gitarre näher. Jedes Instrument hat dafür einen eigenen Raum, in dem unter professioneller Leitung der Lehrkräfte auch selbst ausprobiert werden darf. Marvin Taylor ist einer von ihnen und gibt hilft Besuchern an diesem Tag herauszufinden, ob nicht vielleicht das Tenor-Horn genau den richtigen Sound für sie liefert. Wichtig sei zu bedenken, dass dieser Sound mit den Lippen erzeugt werde, erklärt der Multiinstrumentalist und presst zur Veranschaulichung die Lippen aufeinander und Luft hindurch.

Lied des Tages ist „Zwei kleine Wölfe“ von Werner Rizzi. Das Stück zieht sich wie ein roter Faden durch alle Räume der Musikschule, wo es durch die unterschiedlichen Instrumente unterschiedlichsten Färbungen bekommt. Wer möchte, darf sich selbst an dem recht simplen, doch eingängigen Stück versuchen.

Kreative aus dem „O“ zeigen, was sie können

Neu ist die Kooperation mit dem Ort der Kulturen, dem „O“ nebenan. Das hier beheimatete Theater Kohlenpott etwa zeigt sich mit zwei verschiedenen Impro-Stücken, das Tonstudio Z-Music produziert mit Sebastian Maier an den Tonreglern einen Song und die Jugendkunstschule bringt Farbe und Skulpturen in die Gänge und den Tagesablauf.

Die Aula ist zu einer kleinen Messehalle umfunktioniert worden, wo an einem Stand von JustMusic Instrumente und Zubehör für den Einstieg angeboten werden. Der junge Bochumer Geigenbaumeister Lukas Kehnen hat hier seinen Platz gefunden und präsentiert Instrumente in unterschiedlichen Fertigungsstadien.

Wie viele Besucher die offenen Türen genutzt haben, kann Christian Ribbe so genau gar nicht sagen. Der Leiter der Musikschule, dessen Büro mehr an eine Mischung aus Proberaum und Aufnahmestudio erinnert. weiß, dass allein bei den Führungen gut 90 Leute teilgenommen haben. Am Ende bringt der Chef persönlich als Auktionator allerlei Krempel und doch Nützliches unter die Leute, die für wenig Geld, aber für einen guten Zweck etwa ein Konvolut alter Mundharmonikas einpacken dürfen.https://www.waz.de/staedte/herne-wanne-eickel/musikschule-herne-und-das-o-oeffnen-zusammen-die-tueren-id227494629.html

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