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Otto-Hahn-Gymnasium fährt mit über 1000 Schülern nach Sylt

Gewimmel im Postpark Wanne: Von dort ging’s rüber zum Hauptbahnhof und dann weiter mit dem Sonderzug Richtung Nordsee.

Foto: Sabrina Didschuneit

Gewimmel im Postpark Wanne: Von dort ging’s rüber zum Hauptbahnhof und dann weiter mit dem Sonderzug Richtung Nordsee. Foto: Sabrina Didschuneit

Herne.   Mit einem Sonderzug ab Wanne-Eickel startete das Otto-Hahn-Gymnasium mit fast sämtlichen Schülern zu einem fünftägigen Aufenthalt nach Sylt.

Jogginghosen, vollgestopfte Rücksäcke, bunte Koffer und Eltern, die aufgeregter sind als ihre Kinder selbst: Alles wirkt am Sonntagvormittag im Postpark wie die Minuten vor einer ganz normalen Klassenfahrt. Nur mit viel, viel mehr Menschen.

Mit der ganzen Schule zu verreisen, hört sich wie ein surrealer Traum an. Für die Schülerinnen und Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums wurde dieser gestern Wirklichkeit: die ungefähr 1000 Lernenden und Lehrenden versammelten sich im Postpark, um von dort aus in Kleingruppen in ihren eigenen Sonderzug am Wanner Hauptbahnhof zu steigen. In Hogwarts-Express-Manier geht es für das gesamte Gymnasium nach Hörnum, auf die Insel Sylt.

„Ich kann das alles gar nicht realisieren“, sagt auch Paula aus der 8d, während sie mit ihren Freundinnen quatscht und wartet. Fünf Tage verbringt die Schule in verschiedenen Unterkünften auf einem großen Gelände, das die Lehrer „OHG-Campus“ nennen.

Die Idee zu der Fahrt kam Schulleiter Egon Steinkamp in einem Gespräch mit einem „alpetour“-Mitarbeiter. Die Organisation habe schon mehrfach Reisen kompletter Schulen organisiert. Für das Gymnasium biete sich die Reise anlässlich seines 50-jährigen Bestehens an. Die Wahl sei auf Sylt gefallen, da die Auswahl an Freizeitmöglichkeiten dort größer sei, als in einer Metropole. So sind Fahrradtouren, Watt- und Nachtwanderungen, Inselrundfahrten und ein Projekttag geplant.

„Im Mittelpunkt steht bei der ganzen Fahrt die Förderung des Gemeinschaftsgefühls. Auch die Seiteneinsteiger in den sogenannten Willkommensklassen, darunter Flüchtlinge und ehemalige Realschüler, finden direkt einen Zugang zu ihren Mitschülern“, sagt Bodo Saborowski, stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums.

Für ein starkes Miteinander sitzen im Zug außerdem ältere Schüler neben jüngeren, um ihnen unter die Arme zu greifen. Auch für Caroline, Kathi und Lea aus der 8a ist es am wichtigsten, andere Schüler besser kennen zu lernen. Stolz zeigen sie ihre schwarzen OHG-Shirts, die sich jeder für die Fahrt bestellen konnte.

Die Reise sei nicht teurer, als eine reguläre Klassenfahrt; in Härtefällen helfe sogar der Förderverein der Schule oder der Bund, sagt Saborowski. So sei keiner der 75 Schüler, die in Herne geblieben sind, aus finanziellen Gründen nicht dabei. Vielmehr haben sich größtenteils Abiturienten dazu entschieden, da das Schuljahr für sie ohnehin verkürzt ist. Franziska und ihre Freunde aus der 12. Klasse fahren aber mit und bezeichnen das Erlebnis als „einmalig“.

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