Ausstellung

Städtischen Galerie zeigt 29 Kunstschaffende aus Herne

Die Ausstellung „Farben aus'm Pott“ in der Städtischen Galerie präsentiert Herner Künstlerinnen und Künstler. Hier eine Arbeit von Marion Braun.

Die Ausstellung „Farben aus'm Pott“ in der Städtischen Galerie präsentiert Herner Künstlerinnen und Künstler. Hier eine Arbeit von Marion Braun.

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Herne.  Die Städtischen Galerie zeigt Arbeiten von 29 Kunstschaffenden aus Herne. Es ist die letzte Ausstellung vor der anstehenden Sanierung des Hauses.

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Wenn am Donnerstagabend in der Städtischen Galerie die Ausstellung „Farben aus´m Pott“ eröffnet wird, wird bei einigen Besuchern die Überraschung nicht sehr groß sein. 29 Künstlerinnen und Künstler aus Herne zeigen ihre Werke. Sie waren schon einmal im Juni beim Kulturfestival zu sehen. Einer wollte nicht mehr, einige andere Bilder standen nicht zur Verfügung.

Da die Städtische Galerie immer noch auf die anstehende Renovierung wartet, galt es, den Leerlauf zu überbrücken. „So haben die Besucherinnen und Besuchern noch einmal die Möglichkeit, die Werke zu sehen“, sagt Oliver Doetzer-Berweger. „An dem einen Wochenende geht die Ausstellung bei den vielen anderen Veranstaltungen leider immer ein bisschen unter.“

Unterschiedliche Stile treffen aufeinander

Traditionell können sich beim Kulturfestival Herner Künstlergruppen und ungebundene Künstlerinnen und Künstler präsentieren. In der Städtische Galerie waren in diesem Jahr Werke von Mitgliedern des Kunstvereins Schollbrockhaus, der Künstlerzeche, dem Foto Film-Club und anderen nicht organisierten Künstlern zu sehen. So ist es keine Überraschung, wenn sich in der Ausstellung völlig unterschiedliche Kunststile und Techniken treffen.

Jörg Lippmeyer empfängt die Besucher mit zwei großen Bildern seiner Reihe „Chaos und Ordnung“. Hier treffen geometrische Formen auf gestische Malerei. Im ersten Raum stoßen die lichten Blumenbilder von Helmut Manfreda auf die kleinen musizierenden Frösche von Sylvia Schmidt. In ihren humorvollen Bildern werden die Tiere vermenschlicht, in dem sie Piano spielen oder ein Orchester dirigieren.

Mehrere Mitglieder der Künstlerzeche sind vertreten

Weiter geht es mit Valerie Alina Seela. Sie zeigt einen Teil ihres Bilderzyklus „Take care“, der Anfang des Jahres im Hallenbad zu sehen war. Reiner Henrichs nimmt sich der Flamingos an. In seiner Installation tanzen die „Pretty Flamingos“ nach dem Fahnenalphabet. In zwei Räumen stellt sich ein Teil der Ateliergemeinschaft der Künstlerzeche vor. Für ihr N8achtatelier im Sommer haben sie sich dem Thema Schwarz gewidmet. Jürgen Buhre malt eine „Schwarze Witwe“ mit pastosen dunklen Farben. Peter Buchwald zeigt nächtliche Fotografie. Bei Gitta Witzke sind die „Berge“ ganz hinter der schwarzen Fläche verschwunden.

Die Gegensätze setzen sich in der ersten Etage fort. Neben dem „Löwen im Malstil von Franz Marc“, gemalt von Christine Stassfeld, hängen Strukturen und idyllische Landschaften von Marion Braun. Doris Vierkötter-Schuff hat ihre Mitmenschen genau beobachtet und in Aquarellen festgehalten. In den Bildern von Dagmar Schäpers-Großmann lösen sich die „Tanzende Derwische“ fast in Farbe auf.

Foto-Film-Club Wanne-Eickel zeigt Herner Motive

In zwei der oberen Räume und der Empore sind Arbeiten der Mitglieder des Foto-Film-Club Wanne-Eickel zu sehen. Auch sie haben sich einem gemeinsamen Thema gewidmet: Motive aus Herne. Von dem „Verhüllten Schloß“ über „Fachwerkhäuser“, dem „Busbahnhof Herne“, dem „Rathaus Wanne“ spiegeln die Fotografien die Vielfalt der Motive.

Es ist keine der üblichen Ausstellungen in der Städtischen Galerie. Hier präsentieren sich Künstlerinnen und Künstler so wie sie wollen oder können.

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