Kundgebung

Weihnachtsmarkt: „Bündnis Herne“ muss ab Dienstag umziehen

Der Robert-Brauner-Platz - hier bei einer Demonstration des „Bündnis Herne“ im Oktober - steht ab sofort nicht mehr für Kundgebungen zur Verfügung.

Der Robert-Brauner-Platz - hier bei einer Demonstration des „Bündnis Herne“ im Oktober - steht ab sofort nicht mehr für Kundgebungen zur Verfügung.

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Herne.  Das „Bündnis Herne“ muss wegen des Weihnachtsmarktes auf dem Brauner-Platz umziehen. Der Standort für die nächste Kundgebung ist noch offen.

Während die sich unter anderem aus der Rechtsextremen-, Hooligan- und Rockerszene rekrutierenden „besorgten Bürger“ am Dienstag mal wieder pausieren, wird das „Bündnis Herne“ auch ohne rechten Aufmarsch in Herne-Mitte ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Rassismus setzen. Wo, das steht allerdings noch nicht fest.

Die nächste Kundgebung des breiten gesellschaftlichen Bündnisses ist zwar von der Polizei für den bewährten Standort Robert-Brauner-Platz genehmigt worden. Beim Blick auf den Platz wird jedoch schnell deutlich: Die bisherigen Aufbauten des am Donnerstag startenden Weihnachtsmarktes lassen schon jetzt keinen Raum mehr für eine Demonstration dieser Größe.

Polizei löst Irritationen aus

Ihnen sei bei der Genehmigung wohl nicht bewusst gewesen, dass der Aufbau des Weihnachtsmarktes bereits am Dienstag so weit fortgeschritten sei, so ein Polizeisprecher zur WAZ. Konkrete Angaben zum neuen Standort für den 12. November kann die Polizei erst am Montag machen.

Sie würden die nächste Dienstags-Demo gerne am Rande des Brauner-Platzes bzw. zwischen der Mayerschen Buchhandlung und der Weinhandlung Meimberg durchführen, erklärt Bündnis-Sprecher Wolfgang Berke auf Anfrage. Die Veranstaltung wird begleitet von Carsten Kollmeier.

Für die Dienstags-Demos am 19. November gibt es dagegen eine klare Ansage: Die zentrale Veranstaltung gegen Rechts soll ab diesem Zeitpunkt bis Weihnachten im unteren Bereich der Bahnhofstraße - südlich der Behrensstraße - steigen. Ein Platz, auf dem beispielsweise regelmäßig vor Wahlen größere Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen stattfinden.

Beim ökumenischen Friedensgottesdienst bleibt dagegen alles beim Alten: Die evangelischen und katholischen Christen treffen sich wie üblich am Dienstag um 17.30 Uhr vor der Kreuzkirche - also auf jenem Platz, von dem sie im Sommer die rechten Marschierer praktisch vertrieben haben. Anschließend beginnt um 18 Uhr die Veranstaltung des „Bündnis Herne“.

Leserkommentare (3) Kommentar schreiben