Expertenrunde

Zaun soll Drogendealer von Gesamtschule Wanne fernhalten

Um die Gesamtschule Wanne gibt es keinen Zaun. Das könnte sich ändern.

Um die Gesamtschule Wanne gibt es keinen Zaun. Das könnte sich ändern.

Foto: Svenja Hanusch

Herne.   An der Gesamtschule Wanne wird mit Drogen gehandelt. Schule, Polizei, Stadt und Politik wollen nun stärker dagegen vorgehen – mit einem Zaun.

Über die Drogenproblematik auf dem Gelände der Gesamtschule Wanne-Eickel haben nun wie angekündigt Vertreter von Stadt, Schule sowie Politik und Polizei gesprochen. Ergebnis: Die Beteiligten sprachen sich nach Auskunft der Stadt für einen hohen Zaun aus.

Nicole Pletha, Leiterin der Herner Polizeiinspektion, habe in der Runde darum gebeten, dass alle Auffälligkeiten umgehend der Polizei gemeldet werden, berichtet die Stadt in einer schriftlichen Mitteilung. Konsens habe darüber bestanden, dass die offene Gestaltung des Schulgeländes den Dealern in die Karten spiele.

Schulhof bislang bewusst offen gestaltet

Als beste Lösung, um unerwünschten Personen den Zugang zum Schulgelände zu erschweren, aber auch, um dem Lehrpersonal der Gesamtschule Wanne-Eickel die Aufsicht auf dem Schulgelände einfacher zu machen, erscheine daher allen Beteiligten eine entsprechend hohe Umzäunung des Schulgeländes. „Diese klare Einfriedung des Areals würde es dann auch unter rechtlichen Gesichtspunkten erleichtern, Personen des Schulgeländes zu verweisen“, so die Stadt.

Bislang sei der Schulhof der 1979 gegründeten Schule bewusst offen gestaltet. Er diene auch als Wegeverbindung von der Schlachthofstraße und der Wilhelmstraße in Richtung Wanner Innenstadt. Die Verwaltung prüfe nun, ob und wie eine Umzäunung umgesetzt und finanziert werden kann. Noch in der ersten Jahreshälfte soll das Vorhaben dann in den zuständigen politischen Gremien, in diesem Falle Schulausschuss, Immobilienausschuss und Bezirksvertretung Wanne, beraten werden.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben