Bundestagswahl

12 Fragen, 12 Antworten: Jochen Lipproß (FDP)

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Jochen Lipproß (FDP).

Jochen Lipproß (FDP).

Foto: Michael May / IKZ

Iserlohn.  Vom möglichen Lottogewinn bis zur größten Niederlage: die neun Bundestagskandidaten im Wahlkreis Märkischer Kreis II einmal ganz anders.

Die neun Bundestagskandidaten im Wahlkreis Märkischer Kreis II einmal ganz anders. 12 Fragen an Jochen Lipproß (FDP).


Warum wollen Sie in den Bundestag?

Weil ich als Praktiker in der Recycling-Wirtschaft erlebe, dass oft einfache Problemlösungen durch praxisferne Regelwerke verhindert werden. Mehr berufserfahrene Menschen im Deutschen Bundestag sollten diese überbordenden Regelwerke der Ministerialbürokratie einfangen können.

Was war Ihre größte Niederlage?

Keine hier überhaupt erwähnenswerte. Natürlich gab es in meinem Leben auch Misserfolge, aber diese habe ich eher als Lehren, denn als Niederlagen empfunden.

Was war Ihr größter Erfolg?

Eine schöne familiäre Gemeinschaft und ein befriedigender Beruf. Ihre Frage ist mit zwei Erfolgen somit nicht korrekt, aber nur so vollständig zu beantworten.

Was ist Ihre größte Schwäche?

Schokoladensucht.

Was muss sich in der Politik dringend verändern?

Wir brauchen mehr ehrliche Bestandsaufnahmen und weniger Wunschdenken. Wir sollten mehr Vertrauen in die Bereitschaft von Menschen haben, auch ohne formale Zwänge eigenverantwortlich und rechtschaffen zu handeln.

Ist Politik ein schmutziges Geschäft?

Politik ist eine soziale Beziehung unter Menschen und kann daher immer anständig oder schmutzig ausfallen. Es hängt damit nur vom Handeln jedes Einzelnen ab.

Was ist das Beste an Südwestfalen?

Die gute Mischung aus Landleben und Gewerbe, was Lebensqualität mit sich bringt. Als in Dortmund herangewachsener Stadtjunge habe ich in den vergangen 40 Jahre das Landleben kennen und lieben gelernt.

Worüber haben Sie sich zuletzt am meisten aufgeregt?

Aufregung im Sinne dieser Frage ist nicht so meine Sache. Aufregung steht vernünftigen Problemlösungen häufig entgegen.

Wohin fahren Sie am liebsten in den Urlaub?

In Regionen, die sich zu Naturerlebnissen beim Wandern, Radeln oder Kanufahren eignen. Das kann ich erfreulicherweise bereits hier zu Hause im Sauerland!

Was würden Sie tun, wenn Sie eine Million Euro im Lotto gewinnen würden?

Versuchen mich davon in gar nichts beeinflussen zu lassen, am besten also spenden, um jeder Versuchung eines anderen Lebenswandels zu begegnen. Was ich wirklich brauche, habe ich genug.

Was für ein Auto fahren Sie?

VW-Passat.

Was machen Sie zuerst, wenn Sie in den Bundestag eingezogen sind?

Ich hätte eine Unterkunft in Berlin zu suchen, mich in der Fraktion einzurichten und die Zusammenarbeit mit dem Wahlkreisbüro im Märkischen Kreis zu organisieren. Wenn dann überhaupt noch Zeit bleiben sollte, könnte ich mich um einen Liegeplatz für mein Kajak in der Nähe einer S-Bahn-Station im Berliner Umfeld kümmern.

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