Soziales

150 Wünsche hängen schon am Baum

Karin Oteri-Stampe und Sylvia Olbrich von der Flüchtlingshilfe freuen sich auf die Wunschbaum-Aktion

Karin Oteri-Stampe und Sylvia Olbrich von der Flüchtlingshilfe freuen sich auf die Wunschbaum-Aktion

Foto: Jennifer Katz

Iserlohn.  Die Flüchtlingshilfe Iserlohn steckt mitten in der Weihnachtsaktion, die 2018 fast 1000 Kindern eine Freude machen konnte.

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Seit dem 1. November können Kinder aus Familien mit schmalem Budget wieder Wünsche im Wert von 20 Euro bei der Flüchtlingshilfe abgeben. Die Wünsche werden an Weihnachtsbäume gehängt und sollen von Iserlohnern erfüllt werden.

„Schon jetzt sind es 150 Wünsche“, sagt Sylvia Olbrich, Vorsitzende der Flüchtlingshilfe, die die Aktion 2017 übernommen hatte. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren sei die Anzahl der bisher eingereichten Wünsche schon jetzt sehr hoch. 2018 wurden fast 1000 Iserlohner Kinder bis zum vollendeten siebzehnten Lebensjahr beschenkt, diesmal rechnet sie mit noch mehr Resonanz. Auffällig, so die Vorsitzende, sei der Zulauf von „ganz normalen“ Iserlohner Bürgern, die mit wenig Geld auskommen müssen und so nicht in der Lage sind, ihren Kindern eine Freude zu machen. Im Gegensatz hätten sich Flüchtlinge, die in den Vorjahren teilgenommen hatten, in Zurückhaltung geübt.

Etwa 30 Ehrenamtliche sind nun damit beschäftigt, die Wünsche in Listen einzutragen, Flyer und Spendendosen zu verteilen. „Zum Glück unterstützt uns die Stadt Iserlohn mit einer 450-Euro-Kraft, außerdem haben wir zwei Praktikanten, die uns unterstützen“, sagt Sylvia Olbrich, die „eine gewisse Routine bei den Vorbereitungen“ verspürt. Nach der Herausforderung, die die Übernahme der Aktion vor zwei Jahren mit sich gebracht hatte, hätten sie und ihre Mitstreiter einige Dinge bereits im Frühjahr erledigt – die Gestaltung der Flyer zum Beispiel.

Dankbar sind die Verantwortlichen über die große Hilfe von Seiten der Iserlohner Gewerbetreibenden. „Das gesamte Wasserstraßen-Quartier stellt für uns Spendendosen auf. Da geht unser großer Dank an Trixi Böhme, die das Ganze angestoßen hat. Weitere Geschäfte aus anderen Bereichen der Innenstadt haben sich dann noch angeschlossen“, so die Flüchtlingshilfe-Chefin.

Geldspenden sind dringend erforderlich, um die Wünsche, die nicht vom Baum gepflückt werden, trotzdem erfüllen zu können. „Letztes Jahr war es ziemlich knapp, wir hatten zum Glück noch Geld aus dem Vorjahr übrig“, erzählt sie. Auch die Stadtwerke Iserlohn und der Hagebaumarkt würden nach Kräften helfen – nicht „nur“ durch dauerhaftes Aufstellen eines Wunschbaumes, sondern auf vielfältige Weise wie beispielsweise durch das spontane Liefern von 50 Umzugskisten.

Spontane Unterstützung in größter Notlage

Und dass soziale Netzwerke nicht nur ein Fluch, sondern eindeutig auch einen Segen bedeuten können, hat Sylvia Olbrich im vergangenen Jahr während der absolut heißen Wunschbaum-Phase erlebt. Fünf Ehrenamtliche waren mit dem Auto verunglückt und konnten nicht helfen, Geschenke einzupacken. „Kaum hatte ich das bei Facebook geschrieben, standen zehn Leute auf der Matte“, erzählt sie und strahlt.

In diesem Jahr werden die Geschenke erstmals in der Flüchtlingsunterkunft im Gewerbegebiet Corunna ausgegeben, um logistische Probleme möglichst auszuräumen.

Ab Donnerstag, 14. November, stehen „permanente“ Bäume bei der Flüchtlingshilfe, Hans-Böckler-Straße 13, bei den Stadtwerken, Stefanstraße, und im Café „BaristDa“, Wermingser Straße 25.

Weitere Termine:

16. und 22. November, jeweils von 10 bis 20 Uhr, Kaufland, Raiffeisenstraße.

19. und 23. November, 10 bis 17 Uhr, Edeka Nowak, Hagener Straße 2 in Letmathe.

28. November und 12. Dezember, 10 bis 17 Uhr, Marktkauf Nowak, Osemundstraße.

29. November, 10 bis 18 Uhr, Woolworth, Theodor-Heuss-Ring.

30. November und 1. Dezember, 12 bis 19 Uhr, Weihnachtsmarkt Haus Lehmufer.

7./8. und 14./15. Dezember, 12 bis 20 Uhr, Weihnachtsmarkt Barendorf.

Kontakt zur Flüchtlingshilfe: 0176/21972564, E-Mail: info@fluechtlingshilfe-iserlohn.de

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