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50 Jahre Kaninchenzucht in Iserlohn-Drüpplingsen

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Die ausgezeichneten Züchter.

Die ausgezeichneten Züchter.

Foto: Annabell Jatzke

Drüpplingsen.  W 343 Drüpplingsen feiert sein Jubiläum mit Freunden und großer Schau.

Der W 343 Drüpp­lingsen und der befreundete sowie benachbarte W 389 Kalifornier-, Marder-, Siamesen- und Russenclub, der in Dortmund-Schüren seine Wurzeln hat, feiern beide in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Dazu gab es eine gemeinsame Jubiläumsschau. Eigentlich waren die Festivitäten für April geplant, die Corona-Pandemie machte jedoch einen Strich durch die Rechnung. Nun konnten am vergangenen Wochenende die Jubiläumsschau und der kleine Festabend endlich stattfinden, natürlich wurden dabei die Corona-Schutzmaßnahmen beachtet.

Am 15. Januar 1971 trafen sich seinerzeit 13 Züchter, um den Rassekaninchenzuchtverein W343 Drüpplingsen zu gründen, heute hat der Verein 31 Mitglieder. Damals wurde Georg Vieth sen. zum ersten Vorsitzenden gewählt, dieses Amt bekleidet mittlerweile seit 1991 Roman Zimny, der der fünfte Vorsitzende in der Vereinsgeschichte ist. Ihm wurde in diesem Jahr auch besonders für sein Engagement gedankt, schließlich steht er dem Verein nunmehr stolze 30 Jahre vor.

Zahlreiche Preise zeugen von Erstklassigkeit

Über die Jahre hinweg wurden die Züchter des W 343 Drüpplingsen mit zahlreichen Nadeln und Titeln auf Kreis-, Landes- und Bundesebene ausgezeichnet, was für Erstklassigkeit des Vereins spricht. In fünf Jahrzehnten wurden weit mehr als 25.176 Kaninchen ins Zuchtbuch eingetragen. Seit 20 Jahren ist der W 343 Drüpplingsen in der alten Kornbrennerei Bimberg auf Gut Lenninghausen beheimatet. Hier wurden die Räumlichkeiten auf dem alten Strohboden in Eigenregie für den Verein hergerichtet. Mittlerweile wird das Vereinsheim auch vom W 389 Kalifornier-, Marder-, Siamesen- und Russenclub mitbenutzt.

Auf dem einstigen Strohboden war am Wochenende wieder einmal viel los. Insgesamt 222 Tiere wurde bei der Jubiläums- und Kreisschau ausgestellt, und die besten wurden mit hohen Punktzahlen bewertet, sodass sich die Züchter über Preise freuen konnten. Dabei kamen die Züchter aus dem kompletten Märkischen Kreis. Unter den sieben vertretenen Vereinen waren mit dem gastgebenden W 343 Drüpplingsen und dem W 215 Oestrich zwei Vereine aus dem Iserlohner Stadtgebiet.

Die Schau am Wochenende in Kombination mit dem Festabend am Samstag zeigte, wie groß Geselligkeit beim W 343 Drüpplingsen geschrieben wird. Bei allen schlechten Nachrichten, die die Pandemie momentan bringt, war die Veranstaltung ein versöhnlicher Abschluss des Jahres.

Durch den Lockdown war selbstverständlich auch das Vereinsleben der Rassekaninchenzüchter betroffen. Anders als Rassegeflügelzuchtvereine verzeichneten die Rassekaninchenzüchter aber keinen großen Zulauf. Dafür macht die Kaninchenzucht zu viel Arbeit. Ein neues Mitglied konnte dennoch gewonnen werden, aber nur, weil ein anderer Verein aufhört. Aufgeben war beim W 343 Drüpplingsen jedoch nie eine Option.

Kontakt wurde durchgängig gepflegt

Auch in Zeiten, in denen man sich nicht sehen konnte, hielten die Vereinsmitglieder Kontakt, sei via Anruf oder modernen Medien. Ebenso traf man sich in erlaubten Kleingruppen mit wenigen Personen. Alles, damit das geliebte Hobby nicht stirbt.

Als Versammlungen wieder genehmigt waren, ging es beim W 343 Drüpplingsen sofort wieder los. „Bei der ersten Versammlung nach dem Lockdown waren alle da“, weiß Pressewartin Sabine Bialek zu berichten, „außerdem sind alle von uns geimpft“.

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