Ausbildung

„Abitur ist nicht immer die beste Lösung“

In den Klassenräumen fanden kleine Vorträge statt, in denen die Schülerinnen und Schüler Informationen über die Berufe sammeln konnten.

In den Klassenräumen fanden kleine Vorträge statt, in denen die Schülerinnen und Schüler Informationen über die Berufe sammeln konnten.

Foto: Carolin Meffert

Iserlohn.   Die Schülerinnen und Schüler der Realschule am Hemberg informieren sich am „Tag der Berufe“ über Zukunftsperspektiven.

Wie viel verdient ein angehender Fotograf im ersten Lehrjahr? Welchen Schulabschluss benötigt man für eine Ausbildung zum Industriekaufmann? Und was genau macht eigentlich eine Ergotherapeutin? Solche und weitere Fragen konnten die Schülerinnen und Schüler der Realschule am Hemberg, sowie der Städtischen Gesamtschule kürzlich auf den Grund gehen. Bereits zum vierten Mal hat die Realschule am Hemberg den „Tag der Berufe“ umgesetzt.

Mit Infoständen und in kleinen Vorträgen wurde den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 7-10 sowie deren Eltern ein breites Spektrum an Berufsbildern vorgestellt.

Schnelle Einblicke auch in unbekannte Berufe

Für die 8. und 9. Klassen war es eine Pflichtveranstaltung, die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 und 10, sowie die Schüler der Gesamtschule konnten sich auf freiwilliger Basis über mögliche Berufswege informieren. Für die Acht- und Neuntklässler galt es jedoch an diesem Nachmittag mit Hilfe eines Fragebogens Informationen über drei Berufe einzuholen, die sie später im Unterricht vorstellen sollen. Bei den Jugendlichen kam die Informationsveranstaltung positiv an. „Der Tag der Berufe ist eine recht gute Idee. Man bekommt schnell Einblicke in die Berufe“, sagte Dana Holländer (14), die sich unter anderem über das Berufsfeld der Erzieherin informierte. Schülerin Dilayla Kilinc (14) berichtet: „Es macht Spaß und man lernt echt viel. Einige der Berufe, die hier vorgestellt werden, waren mir auch gar nicht bekannt.“

Viele der Schüler können sich auch vorstellen, später eine Ausbildung in den Berufen, über die sie sich informiert haben, zu machen. Louis Schreiber berichtete(14): „Ich habe mich heute über den Beruf des Industriekaufmanns und den Mechatroniker informiert. Ich schaue mal, was noch auf mich zukommt und vielleicht mache ich auch erstmal ein Praktikum, um mich zu orientieren.“

Für die Schulleitung ist es besonders wichtig, den Jugendlichen aufzuzeigen, welche Möglichkeiten sie nach ihrem Schulabschluss besitzen. „Nicht für jeden Schüler ist das Abitur immer die beste Lösung“, so Schulleiterin Ute Neugebauer, die erklärte, dass sich viele Schüler nach dem Abschluss nach der zehnten Klasse für eine weiterführende Schule entscheiden. „Wir möchten mit diesem Tag die Ausbildungen attraktiver machen.“ Studien- und Berufswahl-Koordinatorin Stefanie Munderloh hatte die Informationsveranstaltung organisiert, für die sich sowohl Eltern als auch außerschulische Partner engagierten. „Es war uns wichtig, eine Vielfalt von Berufen vorzustellen. Im Märkischen Kreis gibt es 150 Ausbildungsbetriebe, davon sind 45 heute hier“, so Munderloh.

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